Konstantin erwirkt EV gegen den Spiegel

Konstantin Neven DuMont schlägt zurück: Weil ihm die Beschreibungen über seine Person in Alexander Osangs Text “Der letzte Zar” in der vergangenen Spiegel-Ausgabe missfielen, ging der Medienunternehmer vor Gericht. Der 41-Jährige erwirkte er nun eine Einstweilige Verfügung gegen das Nachrichtenmagazin. Der Spiegel Verlag hat bereits reagiert und den Artikel aus dem E-Paper und weiteren digitalen Ausgaben entfernt.

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Zum Hintergrund: Wie eine trottelige Figur aus einem Kinderfilm stolpere Verlegersohn Konstantin Neven DuMont durch die deutsche Verlagslandschaft, schrieb Autor Alexander Osang. Der Spiegel-Autor traf sich mit dessen Vater Alfred Neven DuMont, der vor Kurzem ein neues Buch veröffentlicht hat.

Im Urteilsschreiben des Landgerichts Köln heißt es nun: “Der Antragsgegnerin (Spiegel Verlag, Anm. d. Red.)) wird unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 € und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, der Ordnungshaft oder der Ordnungshaft bis zu sechs Monaten – die Ordnungshaft zu vollstrecken am Geschäftsführer ihrer Komplementär-
GmbH – für jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten, sich in Bezug auf den Antragsteller, wie in dem Nachrichtenmagazin ,,Der Spiegel", Ausgabe Nr. 41 vom 10.10.2011, S. 160ff geschehen, wie nachstehend wiedergegeben zu äußern und/oder äußern zu lassen oder solche Äußerungen zu verbreiten oder verbreiten zu lassen”. Genannt wird ein Zitat aus dem Text, das das Verhältnis von Neven DuMont zu den Chefredakteuren der Mediengruppe M. DuMont Schauberg thematisiert. Laut Urteil stellt es eine unzulässige Tatsachenbehauptung dar.

Äußerungen, wie etwa der Vergleich mit dem “tolpatschigen Koch aus Ratatouille”, seien nicht anfechtbar, da sie lediglich eine Wertung des Autors seien, erklärte Neven DuMont gegenüber MEEDIA.

Obwohl noch online im Inhaltsverzeichnis der entsprechenden Spiegel-Ausgabe aufgeführt, ist der Text von Alexander Osang aus dem E-Paper des Spiegels entfernt worden. Online ist er ebenfalls nicht mehr zu lesen. "Konstantin Neven DuMont war vor Gericht nur in einem kleinen Detail erfolgreich. Wir prüfen gegenwärtig, ob wir Widerspruch einlegen", erklärte ein Sprecher des Spiegels auf Anfrage. Das Gericht hätte diverse andere Unterlassungsansprüche DuMonts gegen das Magazin abgewiesen.

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