„Borgia“ schlägt“ „Homevideo“ haushoch

Die ZDF-Miniserie "Borgia" bleibt ein großer Erfolg. Zwar verlor Folge 2 gegenüber Episode 1 Zuschauer, doch im Konkurrenzprogramm lief ja u.a. auch Champions-League-Fußball. Mit 5,47 Mio. Sehern gewann "Borgia" dennoch den Tag vor dem Fußball - und meilenweit vor dem preisgekrönten ARD-Film "Homevideo", den nur 3,09 Mio. Leute sehen wollten (schwache 9,7%). Auch im jungen Publikum verfehlte der Fußball den Tagessieg - vorn liegt stattdessen ein RTL-Trio angeführt von "GZSZ".

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Der Mittwoch bei den 14- bis 49-Jährigen:

2,50 Mio. entschieden sich diesmal für "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" – ein gewohnt grandioser Marktanteil von 23,8%. Danach sahen 2,07 Mio. "Die Super Nanny" und 2,29 Mio. "Raus aus den Schulden". Die Marktanteile fielen damit auf 16,4% und 17,6% und damit unter die 12-Monats-Normalwerte des Senders (derzeit 18,7%). "stern TV" kam um 22.15 Uhr mit 1,58 Mio. noch genau auf diese 18,7%. Schärfster RTL-Konkurrent war die Champions League bei Sat.1: 2,04 Mio. (15,4%) sahen die erste Halbzeit des Borussia-Dortmund-Spiels, bei Durchgang 2 saßen wegen des unerfreulichen Spielverlaufs dann nur noch 1,91 Mio. (16,1%) vor den Fernsehern. Harald Schmidt half der Fußball nur wenig: Mit 0,56 Mio. und 9,3% war er zwar klar erfolgreicher als zuletzt, blieb aber weiterhin deutlich unter den Sat.1-Normalwerten.

Auch im jungen Publikum entschied "Borgia" den Kampf der öffentlich-rechtlichen Filme für sich. Mit 1,35 Mio. 14- bis 49-Jährigen erzielte Folge 2 des Sechsteilers gute 10,5%. "Homevideo" blieb hier mit 0,96 Mio. und 7,4% ebenfalls über dem Soll, in der jungen Zielgruppe kann der Film also durchaus als kleiner Erfolg verbucht werden. Die 20-Uhr-"Tagesschau" erreichte davor mit 1,28 Mio. 11,4%, "Anne Will" lockte mit dem Thema "Cybermobbing" 0,55 Mio. (5,0%). Nicht wirklich erfolgreich waren diesmal die "Desperate Housewives" von ProSieben: 1,45 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten nur für mittelmäßige 11,4%. "Body of Proof" fiel danach auf 8,0% und erst "How i met your Mother" kam nach 10,5% mit der 22.45-Uhr-Episode und 13,9% über den Senderdurchschnitt.

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich das Vox-Magazin "Prominent!" mit 1,06 Mio. und 9,5% an die Spitze des Mittwochs-Rankings, doch in der Prime Time mussten sich die Vox-Serien dem kabel-eins-Blockbuster "Spider-Man 2" geschlagen geben. Den sahen 1,02 Mio. (8,3%), die Vox-Serien "Law & Order: Special Victims Unit" und "Lie to me" erzielten mit jeweils 0,95 Mio. 7,5% und 7,3%. Auch nach 22 Uhr war kabel eins sehr erfolgreich: Für "Denn zum Küssen sind sie da" entschieden sich 0,59 Mio. 14- bis 49-Jährige (9,9%). RTL II landete mit "Warehouse 13" und Werten von 0,75 Mio. bzw. 5,8% immerhin leicht über dem Soll, "Torchwood" blieb hingegen erneut bei miserablen 0,38 Mio. und 3,6% hängen. Für Sky gab es angesichts der Free-TV-Übertragung keinen neuen Champions-League-Rekord: 0,17 Mio. (1,4%) sahen die Spiele insgesamt im Pay-TV, darunter waren 0,12 Mio. Konferenz-Zuschauer, 0,04 Mio. Dortmund-Fans und 0,01 Mio. Leverkusen-Freunde.

Der Mittwoch im Gesamtpublikum:

Insgesamt gewann "Borgia" den Tag: Mit 5,47 Mio. Sehern (17,1%) setzte sich die ZDF-Miniserie trotz Verlusten knapp gegen den Champions-League-Fußball von Sat.1 durch. Dort verfolgten 5,38 Mio. Fans (16,5%) die erste Halbzeit, nur noch 5,25 Mio. (18,6%) Durchgang 2. Andere Sender hatten in der Prime Time keine Chance. RTL Kam mit "Raus aus den Schulden" immerhin noch auf 4,22 Mio. Seher und solide 13,5%, "Die Super Nanny" enttäuschte hingegen mit 3,40 Mio. und 10,7%, ARD-Film "Homevideo" wollten nur 3,09 Mio. (9,7%) sehen.

Bei den anderen Sendern übersprang lediglich noch Vox die 2-Mio.-Marke: "Law & Order: Special Victims Unit" sahen 2,24 Mio., "Prominent!" 2,18 Mio. und "Das perfekte Dinner" 2,16 Mio. ProSieben lockte mit den "Desperate Housewives" nur 1,75 Mio., kabel eins mit "Spider-Man 2" 1,38 Mio. und RTL II mit "Warehouse 13" 1,13 Mio. Bei Sky erreichte die Champions League insgesamt 430.000 Fans (1,4%). 280.000 entschieden sich dabei für die Konferenz, 120.000 für das Spiel der Dortmunder und nur 30.000 für das der Leverkusener.

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