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ARD: Die Lach- und Sendegesellschaft

Die ARD und ihre Werbetochter ARD Sales&Services (AS&S) haben am Donnerstagabend im noblen Hamburger Hotel Atlantic das Vorabendprogramm im Ersten vorgestellt. Die Botschaft an Werbungtreibende und Mediaplaner lautete: Wir können auch witzig. "Es gibt noch nicht genug Humor", hatte Programmdirektor Volker Herres erkannt. Starmoderator Thomas Gottschalk will derweil die Zuschauer in seiner neuen Vorabendsendung "an die Hand nehmen".

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Gottschalks Sendung startet am 23. Januar, produziert wird sie in Berlin-Mitte. Der Moderator offenbarte den Gästen der "ARD Medienlese": "Ich war in meinem Leben noch nie so scharf auf eine Sendung." Der große Blonde weiß eben, was er seinem Publikum und seinem neuen Arbeitgeber schuldig ist. Was die Zuschauer konkret erwartet, wisse er selber noch gar nicht genau, gestand Gottschalk. Die ARD verpasste dem Format derweil den Arbeitstitel "Thommys Wundertüte".

Programmdirektor Herres und AS&S-Chefin Elke Schneiderbanger sprachen vor den Gästen von einer "kleinen Revolution" am Vorabend. Im Mittelpunkt der Humor-Offensive steht die Krimireihe "Heiter bis tödlich", die nach dem Tatort-Prinzip funktioniert: Verschiedene Kriminalisten ermitteln in unterschiedlichen Landstrichen; die Episoden sind aber bewusst harmlos-komödiantisch angelegt.

Als weitere Highlights pries Herres Formate wie Günther Jauchs Talkshow im Ersten, ein neues Quiz mit Kai Pflaume ("Drei bei Kai") und Sport von Fußball-Bundesliga bis zu den Olympischen Spielen an. Zahlreiche Schauspieler und Moderatoren der Sendergruppe waren ins Hotel Atlantic gekommen, darunter neben Gottschalk, Jauch und Pflaume der neue Sportschau-Moderator Matthias Opdenhövel und sein künftiger Sidekick Mehmet Scholl, Eckart von Hirschhausen, Guido Cantz sowie die Tatort-Kommissare Sabine Postel und Miroslav Nemec.

"Buchen Sie einfach", rief Volker Herres den Gästen zum Schluss zu. Zuvor hatte NDR-Intendant Lutz Marmor noch versichert, dass es von den Zuschauern keinerlei Beschwerden über Werbung am Vorabend bei den Öffentlich-Rechtlichen gebe, eine werbefreie ARD somit kein Thema sei. Sicherlich zur Inspiration hatten die Gastgeber für den Ausklang des Abends im Atlantic eine Rum-Tasting und eine Vodka-Bar aufbauen lassen.  

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