Google: Gerüchte um Akamai-Übernahme

Der Nächste, bitte? Keine zwei Monate nach der zwölf Milliarden Dollar-Akquisition von Motorola könnte Google bereits das nächste Übernahmeziel im Auge haben. Das zumindest berichtet das US-Technologieblog Business Insider. Diesmal im Visier: Der Internet- und Applikations-Beschleuniger Akamai, dessen Aktie sich seit Jahresbeginn halbiert hat. Anteilsscheine von Akamai zogen nachbörslich um bis zu 17 Prozent an, dann dementierte Bloomberg.

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Der Nächste, bitte? Keine zwei Monate nach der zwölf Milliarden Dollar-Akquisition von Motorola könnte Google bereits das nächste Übernahmeziel im Auge haben. Das zumindest berichtet das US-Technologieblog Business Insider. Diesmal im Visier: Der Internet- und Applikations-Beschleuniger Akamai, dessen Aktie sich seit Jahresbeginn halbiert hat. Anteilsscheine von Akamai zogen nachbörslich um bis zu 17 Prozent an, dann dementierte Bloomberg.

Henry Blodget ist zurück. Tatsächlich bewegt der frühere Staranalyst von Internetaktien heute die Kurse wie zu besten Merrill-Lynch-Tagen Ende der 90er-Jahre. Damals waren es Kaufempfehlungen, heute sind es Gerüchte in seinem boomenden Portal-Konglomerat Business Insider.

Im Mittelpunkt der jüngsten Spekulationen steht ein Unternehmen, das Blodget aus den späten 90er-Jahren nur allzu vertraut ist: Akamai, ein Anbieter von Internetservices, die den Datentransfer beschleunigen. 1999 wurde die Aktie für über 300 Dollar gehandelt, heute sind es noch rund 20 Dollar, was wiederum schon wiederum 50 Prozent weniger als zu Jahresbeginn ist. Dabei arbeitet Akamai profitabler denn je.
Google: Akamai-Zukauf für YouTube?
Entsprechend sehen die Analysten den Content Delivery-Spezialisten schon länger auf dem Kaufzettel der großen Tech- und Internetkonzerne: Über IBM oder Verizon wurde letzte Woche spekuliert. Seit heute Nacht neu unter den potenziellen Bieter: Google! Wie Business Insider berichtet, würde die Tech-Werbeindustrie längst über den Deal tuscheln.

Blodgets Internetportal räumt ein, dass es sich zu diesem Zeitpunkt bloß um Gerüchte handele, doch der Business Insider kann gleich drei gute Kaufargumente anführen: Den inzwischen relativ günstigen Börsenwert von nur noch 4 Milliarden Dollar, die Unmengen an Daten, die Akamai auf seinen mehr als 40.000 Servern weltweit angesammelt hat und die entsprechende Videostreaming-Technologie, die gut zu YouTube passen würde. 

Bloomberg: Akamai-Übernahme kostet mindestens 7 Milliarden Dollar
Nicht unter die 7 Milliarden Dollar dürfte eine Übernahme kosten, mutmaßte Bloomberg bereits vergangene Woche, als die Gerüchte um IBM und Verizon hochkochten. Offenbar ist der Finanzinformationsdienst bestens vernetzt: Wenige Stunden nach den Business Insider-Spekulationen konterte Bloomberg die Übernahmegerüchte mit einem eigenen Artikel, in dem Branchenkenner die Pläne zurückweisen.

"Ich bin skeptisch", meinte etwa Citigroup-Analyst Mark Mahaney. "Google braucht Akamai auch eigentlich nicht, könnte künftig aber aggressivere Übernahme-Wetten eingehen", glaubt Mahaney.

Bei Anlegern war das Übernahmefieber indes längst ausgebrochen: In der Spitze um 17 Prozent schoss die Akamai-Aktie im nachbörslichen Handel in die Höhe, ehe der Kaufrausch abebbte und die Anteilsscheine mit einem Plus von 3 Prozent aus dem Handel gingen. Google-Aktien tendierten dagegen weitgehend unverändert. Der Internet-Pionier legt heute nach Handelsschluss neue Quartalszahlen vor. 

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