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Wöchentliche Programmies leiden weiter

Wenn es einen deutlichen Trend in der Print-Branche gibt, der seit Jahren zu beobachten ist, dann sind es die Verluste der wöchentlichen Programmzeitschriften. Auch derzeit setzt er sich weiter fort. So fiel die Hörzu mit ihrer Ausgabe 37/2011 am Kiosk auf einen Alltime-Minusrekord, andere Klassiker wie Auf einen Blick, Funk Uhr und TV Hören und Sehen verfehlten ihre Tiefpunkte nur knapp. Positive Nachrichten von den IVW-Heftauflagen gibt es in dieser Woche nur wenige, die meisten Titel landeten im Mittelmaß.

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Handeln wir daher die eine erwähnenswerte positive Nachricht gleich zu Beginn unserer Rubrik der Kiosk-Hits und -Flops ab. Abseits des Spiegels, dessen drittbesten Kiosk-Verkauf des Jahres wir schon an anderer Stelle gewürdigt haben, fiel nur ein weiterer Titel bei den in dieser Woche veröffentlichten IVW-Heftauflagen positiv auf:

– Das Goldene Blatt punktet mit windiger Prinzen-Geschichte
"Kate & William – Hurra! Ein Junge!" titelte das Klatschblatt auf seiner Ausgabe 36/2011. Dass es dabei keineswegs schon um eine eventuelle Schwangerschaft der beiden ging, schreckte 138.288 Kiosk-Käufer nicht ab – sie bescherten dem Blatt damit das zweitbeste Ergebnis des bisherigen Jahres.

Kiosk-Flops gab es in dieser Woche ein paar mehr:

– Wöchentliche Programmzeitschriften verlieren weiter
Wie haben es eingangs erwähnt, die Hörzu fiel mit ihrer Nummer 37/2011 und 432.977 Einzelverkäufen auf den schlechtesten Wert seit Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er Jahre. Den jeweils zweitschlechtesten Wert erreichten Auf einen Blick (769.887), die Funk Uhr (300.488) und TV Hören und Sehen (291.569). Zum Vergleich: 2006 verkauften die Funk Uhr und TV Hören und Sehen am Kiosk noch mehr als 900.000 Exemplare, die Hörzu mehr als 1,2 Mio. und Auf einen Blick sogar mehr als 2 Mio.

– Alles für die Frau mit zweitschlechtestem Ergebnis
Zu den Verlierern der jüngeren Vergangenheit gehört auch Alles für die Frau. Die wöchentliche Frauenzeitschrift setzte 2005 und 2006 ab und zu sogar mehr als 500.000 Hefte am Kiosk ab, die Nummer 37/2011 stürzte mit 193.085 nun auf das zweitschlechteste Ergebnis der bisherigen Alles-für-die-Frau-Historie.

– Glücks Revue kommt nicht aus dem Keller
Auch Burdas Glücks Revue hat schonmal bessere Zeiten erlebt. Auch hier fiel Ausgabe 37/2011 auf den zweitschlechtesten Wert seit dem Start der IVW-Heftauflagenmessung Mitte der 1990er Jahre. Nur 73.101 Kiosk-Käufer fanden sich.

– Ballack-Ehe lässt Super-Illu-Leser kalt
Mit der Titelzeile "Simone und Michael Ballack – Eine Ehe im Abseits" landete die Super Illu einen Kiosk-Flop. Nur eine Woche nach dem Erfolg mit einer Kinderfilm-DVD verlor der Titel fast die Hälfte des Kiosk-Verkaufs und kam mit 191.481 ebenfalls auf das zweitschlechteste Ergebnis seit mindestens Mitte der 1990er Jahre.

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