RIM kämpft mit Blackberry-Totalausfall

Erst hatte man kein Glück, dann kam noch Pech dazu: Die Absatzzahlen für die Blackberry von Research in Motion sind sowieso rückläufig. Jetzt klagen Nutzer weltweit über einen Totalausfall der Internetdienste. Momentan taugen die teuren Geräte meist nur zum Telefonieren und SMS-Schreiben. Der Daten-GAU kommt zu einem schlechten Zeitpunkt: Während Research in Motion auf dem Smartphonemarkt immer mehr Anteile an Samsung und Apple abtritt, verbucht unter anderem das neue iPhone 4s Verkaufsrekorde.

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Zuerst schienen die Ausfälle nur auf Europa, den Nahen Osten und Afrika begrenzt. Mittlerweile räumte Research in Motion (RIM) weitere Störungen in Indien und einigen südamerikanischen Ländern ein. Mittlerweile mehren sich auf dem Blackberry-Portal "Crackberry" sogar Beschwerden von Usern aus Kanada, Mexiko und den USA.

Offenbar ist das Problem zu Teilen hausgemacht. RIM erklärte, dass sich durch den Ausfall eines Rechenknotens ein großer Daten-Rückstau gebildet habe. "Wir arbeiten unter Hochdruck daran, den Rückstau aufzulösen und den normalen Service so schnell wie möglich wieder herzustellen", zitiert die dpa einen Sprecher.

Ansonsten hält sich das Unternehmen auf Twitter und Facebook trotz enormer Kritik seitens der User bedeckt.

Bei den Blackberrys laufen fast sämtliche Internetdienste über firmeneigene Rechenzentren, unter anderem auch die Push-Mail-Funktion. Das hört sich umständlich an, ist aber dadurch sicherer als der einfache Webzugriff auf Mails und deswegen bei Unternehmen und Behörden recht beliebt.

Im Fall eines Ausfalls führt die zentrale Steuerung allerdings dazu, dass Kunden unmittelbar von Störungen in der IT-Infrastruktur betroffen sind. Wann die Probleme wieder behoben sind, dazu will sich RIM momentan nicht äußern.

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