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Das Geheimnis um Jobs‘ Rollkragenpulli

Der Apple-Gründer war schon immer etwas anders – auch was den eigenen Kleidungsstil angeht. In der autorisierten Biografie, die in 12 Tagen in den USA erscheint, enthüllt Walter Isaacson das Geheimnis von Steve Jobs' legendären Rollkragenpulli, der vom japanischen Stardesigner Issey Miyake entworfen wurde. Ursprünglich wollte Jobs, wie es Sony vorgemacht hatte, eine Arbeitskleidung einführen, doch die Mitarbeiter lehnten ab. Stattdessen führte er seine eigene Uniform ein, die er hundertfach besaß.

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"Think different": So lautet das legendäre Apple-Motto, das Steve Jobs bei seiner Rückkehr 1997 zur Firmenmaxime erhob. Es galt schließlich für ihn selbst am besten. Auch in kleinen Details mit einer extrem großen Wirkung wie den öffentlichen Auftritten, die stets in New Balance-Turnschuhen, der legendären Levis 501-Bluejeans und dem obligatorischen schwarzen Rollkragen-Pulli erfolgten.

Spleenig? Nicht für Steve Jobs, der in Kleinigkeiten stets Puzzle-Teile zum großen Ganzen sah – und dazu gehörte eben auch der charakteristische Wiederkennungswert. Ursprünglich wollte Jobs den auch bei seinen Mitarbeiter entfachen, wie Walter‘>, die in knapp 2 Wochen erscheint.
 
Vorbild Sony: Jobs fasziniert von der Idee identitätstiftender Arbeitskleidung

Bereits in den frühen 80er-Jahren war Jobs vom uniformen Arbeitsoutfit der Sony-Mitarbeiter beeindruckt, die eine Nylonjacke mit abtrennbaren Ärmeln trugen, die so zu einer Weste umfunktioniert werden konnte – entworfen hatte sie Stardesigner Issey Miyake. Die Uniform hatte ihre eigene Geschichte: Als viele Japaner nach dem zweiten Weltkrieg nicht genügend Kleidung hatten, half Sony aus. Der Kleidungsstil setzte sich danach in vielen Fabriken als identitätsstiftende Maßnahme durch.

Steve Jobs, der sich den in den 80er Jahren führenden Elektronikkonzern immer wieder genau ansah, wollte die Arbeitsuniform auch bei Apple populär machen – und zwar durch niemand anderen als Miyake selbst. Als Jobs schließlich mit den Entwürfen des japanischen Modeschöpfers einer Apple-Weste vor die Mitarbeiter trat, wurde er von der Bühne gebuht: "Jeder hasste die Idee", erzählte Jobs Isaacson während der rund 50 Interviews für die Biografie.

Star-Designer Issey Miyake entwarf Jobs’ Rollenkragenpulli

Damit war eine offizielle Apple-Arbeitskleidung zwar für die Mitarbeiter vom Tisch – nicht aber für Steve Jobs selbst. "Ihm gefiel die Idee, täglich eine Uniform zu tragen, einerseits aus Bequemlichkeit, andererseits um damit einen charakteristischen Stil zu prägen", erklärt Isaacson in einer Buch-Passage, die der Journalist vorab dem US-Blog Gawker zuschickte.

Jobs blieb mit Miyake befreundet und ließ sich so schließlich seinen eigenen Stil entwerfen – den schwarzen Rollkragenpulli. "Er machte mir hunderte davon", erklärte Jobs Isaacson, der überrascht einen Einblick in Steve Jobs’ Garderobe erhielt.

Die US-Bekleidungsfirma St. Croix, die Steve Jobs’ Rollenkragenpullis herstellte, verzeichnete in den Tagen nach dem Tod des Apple-Gründers einen regen Zulauf: Die Verkäufe des schwarzen Pullovers, der für stolze 175 Dollar zu haben ist, sollen sich nach Angaben von Business Insider verdoppelt haben.     

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