Anzeige

Analysten halten an Apples Erfolgsstory fest

Der Einschnitt könnte tiefgreifender nicht sein: Apple hat endgültig seinen Gründer und Visionär Steve Jobs verloren. So emotional die Anhänger des Kultkonzerns in den Tagen nach dem Tod ihres Idols reagierten, so kühl waren die Statements der Analysten. Alles wie vorher, so der Tenor der Wall Street. Als wäre ein Beweis fällig, lieferte ihn Apple selbst: Mehr als eine Million neuer iPhones wurden binnen 24 Stunden vorbestellt – so viel wie nie. Zudem soll angeblich ein Vier-Jahres-Plan existieren.

Anzeige
Anzeige

Der Einschnitt könnte tiefgreifender nicht sein: Apple hat endgültig seinen Gründer und Visionär Steve Jobs verloren. So emotional die Anhänger des Kultkonzerns in den Tagen nach dem Tod ihres Idols reagierten, so kühl waren die Statements der Analysten. Alles wie vorher, so der Tenor der Wall Street  – die Erfolgsstory geht weiter. Als wäre ein Beweis fällig, lieferte ihn Apple selbst: Mehr als eine Million neuer iPhones wurden binnen 24 Stunden vorbestellt – so viel wie nie. Zudem soll angeblich ein Vier-Jahres-Plan existieren.

James Cramer reagierte so, wie man den Lautsprecher der Wall Street kennt: am schnellsten. "Das traurige Ende einer Tech-Ikone wird die Headlines bestimmen, aber der Ausblick  fürs Unternehmen bleibt stark", verschickte der frühere Hedgefondsmanager seine Einschätzung Minuten nach Bekanntwerden der Todesnachricht an Kunden.

Auch der Vermögensverwalter und Marketwatch-Kolumnist Cody Willard teilt die Sichtweise: "Steve Jobs’ Tod ändert nichts an meiner positiven Einschätzung. Ich halte die Apple-Aktie weiter."

Existiert ein 4- oder 5-Jahresplan?

Die Wall Street folgte in den Tagen danach. Die Analysten von Independant Research und Canaccord Genuity behielten ihre Kaufempfehlungen und Kursziele bei. Die kanadischen Assetmanager sehen Apple in den kommenden 12 Monaten etwa bei 545 Dollar – rund 50 Prozent höher als gestern. Auch der renommierte Technologieanalyst Shaw Wu von Sterne Agee & Leach kommt Apple zu Hilfe: "Wir kaufen die Aktie weiter in der Schwäche zu." Wu hat ein Kursziel von 500 Dollar ausgegeben.

Anzeige

Der wahrscheinlich renommierteste Apple-Analyst hat ebenfalls nichts von seiner positiven Einschätzung zurückzunehmen: "Wir glauben, dass Steve Jobs’ Vermächtnis in weiteren Innovationen und dem neuen Führungsteam liegt, das Apple nun in die Zukunft führt", erklärte Piper Jaffray-Analyst Gene Munster, der den neuen CEO Tim Cook für den bestmöglichen Kandidaten hält.

Munster glaubt zudem, dass Cook einen lang angelegten Fahrplan ausführen werde, der im letzten Jahr unter Steve Jobs erarbeitet worden ist. Eine ähnliche Version kursierte auch gestern in der britischen "Daily Mail", die berichtet, Jobs habe einen 4-Jahresplan für die nächsten Modelle des iPods, iPhones, iPads, der MacBooks und möglicherweise des kommenden Apple TVs hinterlassen.

IBM und Disney als Vorbilder

Weniger mythisch verklärt sieht etwa  das Apple-Blog Cult of Mac die Zukunft des wertvollsten Konzerns der Welt – und nennt als Vorbild IBM, das sich nach Rückzug ihres langjährigen Vorstands Lou Gerstner in 2002 seit zehn Jahren auf der Erfolgsspur befindet.

Walt Disney ist eine andere US-Ikone, die auch in der Ära nach ihrem Gründungsvater hellt scheint, wie der Vermögensverwalter Doug Kass bereits vor Wochen herausgearbeitet hatte: "Das Unternehmen setzte seine Erfolgsstory auch ohne Walt Elias Disney fort. Dank ist Steve Jobs ist kein anderer Konkurrent im nächsten Jahrzehnt auch nur annährend so gut aufgestellt wie Apple."

Aktionäre fassten gestern nach Tagen der Underperformance nach den ersten starken iPhone-4S-Absätzen neuen Mut und schickten die Apple-Aktie wieder um 5 Prozent auf 389 Dollar nach oben.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*