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Führungswechsel bei VZ-Netzwerken

Wechsel in der VZ-Führungsetage: Die ehemalige Lokalisten-Geschäftsführerin Stefanie Waehlert übernimmt umgehend die Leitung der VZ-Netzwerke. Der bisherige Chef Clemens Riedl verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Es wird keine leichte Aufgabe für Waehlert, die von herben Visiteinbußen gebeutelten Netzwerke wieder auf Kurs zu bringen. Die Konkurrenz durch Facebook ist groß, die Mitgliederzahlen schrumpfen.

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Von einem unschönen Abgang will man beim Mutterkonzern Holtzbrinck Digital aber nicht sprechen. „Clemens Riedl hat die VZ-Netzwerke vom Start-up zum erfolgreichsten Social Network Deutschlands entwickelt, wir bedauern sein Ausscheiden sehr und bedanken uns für die exzellente Zusammenarbeit. Deshalb freue ich mich, dass Clemens Riedl in der nächsten Zeit noch für einen reibungslosen Übergang zur Verfügung steht“, sagte Markus Schunk, Geschäftsführer Holtzbrinck Digital.
Offenbar hatte Riedl schon im Frühjahr um Freistellung gebeten, aber erst bis zur, geplanten technischen Umstellung der Netzwerke abgewartet. „Für die richtungsweisende Weiterentwicklung der VZ-Netzwerke haben wir mit Stefanie Waehlert die Idealbesetzung gefunden, um an den bisherigen Erfolg anzuknüpfen“, sagte Schunk weiter. Die Erwartungen an die neue Chefin sind hoch: "Sie wird unter anderem daran gemessen, inwieweit sie die Anzahl der Nutzer stabilisieren kann", so Schunk gegenüber Wuv.de.

"Stabilisieren" lautet die Devise: Denn was die Userzahlen angeht, befinden sich StudiVZ und Co. angesichts des großen Erfolgs von Facebook im freien Fall: Erneut gehören die einst erfolgsverwöhnten VZ-Netzwerke zu den großen Verlierern der IVW. Mit einem satten Verlust von 25,1 Millionen Visits bzw. 19,4 Prozent gegenüber dem August verfügen sie nun nur noch über 104,5 Millionen Besuche – vor einem Jahr waren es noch 368,5 Millionen.
Mit Riedls Abgang setzt sich außerdem ein andauernder Braindrain fort: Wichtige Köpfe verließen im vergangenen Jahr nach und nach das Unternehmen, darunter Sales-Chef Sven Bagemihl, der Finanzchef Thomas Baum sowie der Technik-Chef Jodok Batlogg, berichtet Wuv.de.

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