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Saturn startet seinen Online-Shop

Die Elektronikkette Saturn hat nach langen internen Debatten ihren Onlineshop gestartet. Zum Start stehen rund 2.500 Artikel zur Verfügung. Mit einer Verknüpfung aus Online-Kauf und zusätzlichen Services in den Filialen will sich das Unternehmen vom größten Konkurrenten Amazon abheben. Zeitgleich kündigte man ein Ende der Rabattschlachten an. 2012 soll ein Shop-System für Media Markt folgen. Die Konzernmutter Metro will innerhalb kürzester Zeit im Web Milliardengewinne einfahren.

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"Der Tag, von dem viele dachten, dass er nie kommen würde, ist nun da", sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand der Media-Saturn-Holding, Pieter August Haas: Saturn hat seinen Online-Shop gelauncht.. Kunden sollen online bestellen und bei entsprechender Verfügbarkeit die Geräte im nächstgelegenen Shop abholen können.

Eine entscheidende Rolle bei der Mischstrategie sollen die 144 deutschen Filialen spielen. So können Kunden nicht nur online bestellen, sondern sich auch in einem der Märkte beraten lassen und nach reiflicher Überlegung online ordnern. Außerdem können Kunden online bestellte Ware in den Märkten umtauschen. Damit will Saturn Konkurrenten wie Amazon gegenüber einen Mehrwert bieten.

Ein Grund für den späten Launch ist die dezentrale Struktur der Filialen, bei denen die Marktleiter große Mitspracherechte, vor allem bei der Preissetzung, haben. So waren zeitweise auch einzelne Onlineshops für einzelne Märkte im Gespräch. Die Strategie wurde allerdings wegen eines befürchteten Preischaos verworfen.

Mit der Online-Offline-Strategie erhofft sich das Unternehmen einen schnellen Erfolg. Bis 2016 will Media-Saturn rund fünf Milliarden Euro im Web erlösen. Um eine passende Strategie hatte es lange und zähe Debatten zwischen dem Management, Alteignern und der Konzernmutter Metro gegeben.

Zeitgleich kündigte der Elektronikhändler ein Ende der Kampfpreise an. Es werde "nicht mehr mit Schrot geschossen", sagte Haas. Dennoch steht das Unternehmen unter großen Druck durch die Konzernmutter Metro. Im zweiten Quartal rutschte Media-Saturn in die Verlustzone.

Nun hofft man auf ein starkes Weihnachtsgeschäft. Metro werde die "Herausforderungen mit Nachdruck" angehen, hatte Konzernchef Eckhard Cordes angekündigt. Zudem erklärte Cordes am Sonntag, für eine Verlängerung seines bis zum 31. Oktober 2012 laufenden Vertrags nicht mehr zur Verfügung stehen.

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