Guttenberg-Affäre wird als Satire verfilmt

Ob Karl-Theodor zu Guttenberg darüber lachen kann? Produzent Nico Hofmann will die Geschichte des Ex-Verteidigungsministers als Satire verfilmen. Das Drehbuch liegt bereits vor: Dorothee Schön, Autorin zahlreicher "Tatort"-Episoden, hat die Biographie zu einer Komödie umgeschrieben. Gedreht werden soll 2012, wie Hofmann der BamS sagte. Für die Hauptrolle wünscht er sich Jan-Josef Liefers: "Ich brauche einen herausragenden Schauspieler und Komödianten, der auch diesen tänzelnden Guttenberg-Schritt beherrscht."

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Der Film werde "ein bisschen im Helmut-Dietl-Stil" gedreht, verriet Hofmann. Dietl verantwortete als Drehbuchautor und Regisseur den Klassiker "Schtonk", eine Satire über die gefälschten Hitler-Tagebücher des stern, sowie die Serie "Kir Royal", eine Persiflage auf den Boulevard-Journalismus.

Allerdings soll der Name des wegen der Plagiatsaffäre zurückgetretenen Politikers selbst nicht fallen: "Guttenberg wird im Film natürlich anders heißen, damit wir das Persönlichkeitsrecht respektieren und wir die künstlerische Freiheit nutzen können", so der Produzent. Dementsprechend trägt der Film auch den auf den ersten Blick etwas irreführenden Titel "Der große Bruder". Dies soll sich auf den Ghostwriter beziehen, mit dessen Hilfe der Politiker die Doktorarbeit schreibe, so Hofmann. Geht es nach dem Produzenten, soll diese Rolle Henning Baum ("Der letzte Bulle") besetzen.

"Ein solcher Film geht ja nur im Bereich der humorvollen, satirischen Überhöhung – liebenswert, mit einem völlig eigenen Figurenensemble, weil ich an Guttenberg die direkte, emotionale Vermittlung dessen, was er politisch tat, immer sehr gemocht habe. Guttenberg ist mir per se erst einmal sehr sympathisch", sagte Hofmann und gab sich hinsichtlich der noch ausstehenden Reaktion des CSU-Politikers auf seine Idee optimistisch: "Er wird den Film mögen."

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