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Wille soll neue MDR-Intendantin werden

Die zweite Wahl: Karola Wille, Juristische Direktorin des MDR, ist als Nachfolgerin des scheidenden Intendanten Udo Reiter vom Verwaltungsrat nominiert worden. Die 52-Jährige, die auch als Vertreterin Reiters fungiert, trat bereits bei der ersten Personalwahl neben Bernd Hilder, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, und WDR-Fernsehchef Helfried Spitra auf, musste allerdings den Weg zum Rundfunkrat für Hilder freimachen. Der war dort bekanntermaßen an einer notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit gescheitert.

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Der Wahltermin für die nächste Runde soll am 23. Oktober stattfinden. Der MDR-Staatsvertrag sieht vor, dass der Intendant der Sendeanstalt vom Rundfunkrat auf Vorschlag des Verwaltungsrates auf die Dauer von sechs Jahren gewählt wird.
Wille arbeitet seit zwanzig Jahren beim MDR, seit 1996 ist sie als Juristische Direktorin tätig. 2003 kam die Aufgabe als Intendanten-Vertretung hinzu. Während ihrer Tätigkeit verantwortete sie außerdem den Vorsitz der Juristischen Kommission von ARD und ZDF. Wille ist Mitglied im Digital-Ausschuss von ARD und ZDF sowie Leiterin der Verhandlungsgruppe "KABEL/DSL" für ARD und ZDF. Zudem ist sie die Verhandlungsführerin zwischen ARD und der Produzentenallianz und Leiterin der MDR-Arbeitsgruppe "Digitale Zukunft".
Sollte Wille die Wahl gewinnen, wäre sie neben Monika Piel (WDR) und Dagmar Reim (rbb) die dritte Intendantin in der ARD-Familie. Ihre erste große Aufgabe wird es jedoch sein, wieder Ruhe in den derzeit skandalträchtigen MDR zu bringen. In den vergangenen Monaten hatte die Sendeanstalt hauptsächlich negative Schlagzeilen aufgrund der Kika-Affäre und der Ermittlungen gegen den ehemaligen Unterhaltungschef Udo Foht gemacht.

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