US-Künstler Ellsworth Kelly gestaltet die Welt

Nach Georg Baselitz hat die Welt einen weiteren Künstler eingeladen, eine komplette Ausgabe der Zeitung mit seinen Kunstwerken zu bestücken. Der amerikanische Künstler Ellsworth Kelly steuerte für die Ausgabe vom 6. Oktober einen Werkzyklus bei. Auf der Titelseite der Zeitung ist ein großformatiger roter Viereck-Körper zu sehen.

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Im Blatt finden sich statt Fotos (Werbung gibt es allerdings, sogar mehr als üblicherweise) weitere monochrome und verschiedenfarbige flächige Korpusse. Kelly gilt als Pionier der Farbfeldmalerei. Im vergangenen Jahr hatte die Welt erstmals das Experiment gewagt, einem Künstler die Zeitung als Ort für seine Arbeit zu überlassen. Die von Georg Baselitz gestaltete Ausgabe sei eine der meistverkauften Welt-Ausgaben am Kiosk überhaupt gewesen, sagte Welt-Kulturchef Cornelius Tittel, der die Idee zu der Künstler-Ausgabe hatte. Nach der Baselitz-Edition hätten sich etliche Künstler "beworben". 

Zur Vorstellung der besonderen Welt-Ausgabe in Berlin hielt Kasper König, Direktor des Museums Ludwig in Köln, eine Laudatio auf Ellsworth Kelly. Der 88-Jährige, dessen Bilder gerade in zwei Ausstellungen in München gezeigt werden (im Haus der Kunst und der Pinakothek der Moderne), konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht in Berlin sein. Über seine ganz spezielle Zeitungsausgabe ließ er ausrichten: "Ich möchte die Deutschen glücklich machen."
Ein Kelly-Zitat blieb an dem Abend in Erinnerung: "In my paintings, I´m not inventing; my ideas come from constantly investigating how things look." Auch ein schönes Motto für Reporter. 

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