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Kronen Zeitung weist Springer-Offerte ab

Doppelter Korb für Springer: Nach der WAZ-Absage folgt das Nein von der Kronen Zeitung. Bereits am Freitag vor einer Woche hatte die WAZ-Eigner-Famile Funke das 1,4 Milliarden Euro-Kaufangebot aus Berlin abgelehnt. Jetzt gibt auch Familie Dichand via Handelsblatt dem Springer-Plan einen Korb. Denn neben dem gesamten Medienhaus aus Essen deutet Springer auch an, nur die Wiener Boulevard-Zeitung zu übernehmen. Der österreichische Marktführer gehört jeweils zur Hälfte den Dichands und der WAZ-Mediengruppe.

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"Wir verfolgen die Entwicklungen in Deutschland mit großem Interesse", zitiert das Handelsblatt Christoph Dichand, Geschäftsführer und Herausgeber der Kronen Zeitung. "Vor allem auch, weil die Familie Dichand für den Fall eines Verkaufs der WAZ-Anteile an der Kronen Zeitung ein klar geregeltes Vorkaufsrecht hat. Und dieses Vorkaufsrecht gedenken wir auch auszuüben!"

Auch wenn die Familie Funke einen Kauf der gesamten WAZ-Mediengruppe ablehnte, hätte es gut sein können, dass sie einen Teilverkauf der österreichischen Beteiligungen zugestimmt hätten. Denn seit Jahren kommt es immer wieder zu erheblichen atmosphärischen Störungen zwischen dem Essener Management und der Familie Dichand.

Zudem hätte die Kronen Zeitung als klarer Marktführer wunderbar zu Springer mit seinen starken Boulevard-Blättern unter anderem in Deutschland und Polen gepasst.

Der Wert des 50 Prozent-Anteils der Familie Dichand wird laut Handelsblatt-Insidern auf 150 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Der Wert der Dichand-Beteiligung soll allerdings höher sein als die WAZ-Hälfte, weil die Verlegerfamilie über eine vertraglich festgelegte Gewinngarantie verfügt.

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