Tod mit 56: Steve Jobs erliegt Krebsleiden

Der langjährige CEO von Apple, Steve Jobs, ist gestern verstorben. Jobs gründete Apple 1976 und machte den amerikanischen Technologiekonzern in seiner zweiten Amtszeit als CEO dank Bestsellerprodukten wie dem iMac, iPod, iPhone und iPad zum wertvollsten Konzern der Welt. 2003 wurde bei Jobs Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert, der ihn zu mehrmaligen Auszeiten zwang. Erst Ende August erklärte Steve Jobs seinen Rücktritt als Vorstandschef. Er wurde 56 Jahre alt.

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Apple-Gründer Steve Jobs ist tot. "In tiefer Trauer teilen wir mit, dass Steve Jobs heute gestorben ist", erklärte der amerikanische Technologiekonzern am Abend. "Steves Brillanz, Leidenschaft und Energie waren die Quelle zahlloser Innovationen, die unsere Leben bereichert und verbessert haben. Die Welt ist wegen Steve ein besserer Ort", heißt in der Apple-Erklärung weiter.

Mit seinen Freund Steve Wozniak gründete Steve Jobs 1976 die Apple Computer Company, dessen erstes Produkt der Apple I war. Mit der Einführung des Macintosh im Jahre 1984 revolutionierte Jobs erstmals den Markt der Desktop-Computer: Der Mac kam mit einer grafischen Oberfläche und einer Maus daher und wurde zum ersten großen Erfolgsschlager des jungen Unternehmens.

Erste Amtszeit: Scheitern auf dem Höhepunkt

Apple debütierte an der Börse, Steve Jobs wurde zum Multimillionär – und musste das von ihm gegründete Unternehmen auf dem Gipfel des Erfolges doch ein Jahr später nach verlorenem Machtkampf mit dem Vorstandschef John Sculley verlassen. 12 Jahre außerhalb von Apple folgten, die Jobs später als die prägendsten seines Lebens beschreiben sollte.

Er gründete die Softwareschmiede NeXT, die später von Apple gekauft wurde und die Grundlage für die nächste Generation des MacOS-Betriebssystems darstellte. Auch das Filmstudio Pixar gründete Jobs während dieser Zeit, das mit animierten Filmen wie "Toy Story" oder "Findet Nemo" zu einem der erfolgreichsten Unterhaltungskonzerne der Branche aufsteigen sollte und 2006 schließlich von Walt Disney übernommen wurde.

Einmalige Managementleistung: Apple  steigt vom Pleitkandidaten zum wertvollsten Konzern der Welt auf

Zu dieser Zeit war Steve Jobs längst zu Apple zurückgekehrt. 1997 übernahm er die Geschicke des notorisch kriselnden Computerpioniers als Interimschef, vier Jahre später schließlich ohne zeitliche Beschränkung. In den 14 Jahren seiner Amtszeit gelang Steve Jobs die herausragendste Managementleistung aller Zeiten: Er führte den chronisch defizitären Computer-Pionier des Silicon Valley, der kurz vor der Pleite stand, wieder in die Gewinnzone und revolutionierte dank iMac, iPod, iPhone und iPad schrittweise die Computer, Musik- Telekom- und Medienbranche.

Am 9. August schließlich stieg Apple mit einem Börsenwert von über 350 Milliarden Dollar zum wertvollsten Konzern der Welt auf. Nur zwei Wochen später erklärte Jobs als Vorstandschef von Apple erzwungenermaßen seinen Rücktritt und wechselte an die Spitze des Aufsichtrates.

Lebensmotto: Bleib hungrig, bleib verrückt

Dies ist die tragische Kehrseite der Lebensgeschichte des visionären Apple-Gründers: Seit 2003 litt Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 2004 musste er sich einer Operation unterziehen und galt als geheilt. Jobs spricht von diesen existentenziellen Erfahrungen in seiner legendären Rede von Stanford-Absolventen: "Verschwende Deine Zeit nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Bleibt hungrig. Bleibt verrückt", rief Jobs den Studenten zu.

Dem Lebensmotto blieb Jobs bis zuletzt treu. Der bekennende Buddhist war weiter der Archtitekt von Apples anhaltender Erfolgsstory, doch die Folgen der schweren Erkrankung zeichneten den Visionär. Jobs wurde immer dünner und musste 2009 schließlich eine erneute Auszeit einlegen – diesmal wegen einer Lebertransplantation.

Ein halbes Jahr später kehrte Jobs mit einer Spenderleber wieder zurück und stürzte sich mit unermüdlichem Eifer ins operative Geschäft. Der enorme Erfolg des Tablet-Computers iPad katapultierte Apple schließlich an die Spitze der Technologiewelt: Im Mai 2010 war Apple wertvoller als der langjährige Rivale Microsoft – ein Meilenstein in der Branche. Ein Jahr später folgte der Aufstieg auf den Börsenolymp, als Exxon Mobil überholt wurde. 

Während dieser Zeit machte die Gesundheit Jobs jedoch längst wieder zu schaffen. Im Januar dieses Jahres erklärte der Apple-Gründer seine dritte Auszeit – diesmal unbefristet. Acht Monate später folgte das endgültige Aus als Vorstandschef. Gestern verstarb Steve Jobs im Alter von nur 56 Jahren.  

Die Welt verneigt sich vor Steve Jobs

Die Reaktion auf Steve Jobs Tod reichten von alten Weggefährten bis zum Weißen Haus: "Ich werde Steve sehr vermissen", erklärte etwa Microsoft-Gründer Bill Gates. US-Präsident Obama dankte Jobs für sein Wirken. Medientycoon Rupert Murdoch würdigte Jobs als den "größten CEO seiner Generation." Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dankte Jobs "als Freund und Mentor."

Apple setzte seine Fahnen auf dem Campus unterdessen auf Halbmast und verneigte sich auf der Website Apple.com in einem Nachruf auf seinen visionären Gründer: "Sein Geist wird immer das Fundament von Apple sein", heißt es.

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