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TheEuropean kuratiert jetzt das Web

Recht hat der Mann: In seiner Kolumne schreibt TheEuropean-Macher Alexander Görlach zum zweiten Geburtstag seines Debattenportals, dass es bei Start-ups nicht nur auf die Idee ankommt, sondern auf die Umsetzung. Wie es sich für eine Plattform gehört, auf der kräftig diskutiert wird, ließe sich zu TheEuropean vieles Kritisches anmerken. Doch das würde jetzt nur davon ablenken, dass Görlach sein Projekt über zwei Jahre beharrlich weiterentwickelte. Neuester Schritt ist eine Renovierung der Seite.

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Recht hat der Mann: In seiner Kolumne schreibt TheEuropean-Macher Alexander Görlach zum zweiten Geburtstag seines Debattenportals, dass es bei Start-ups nicht nur auf die Idee ankommt, sondern auf die Umsetzung. Wie es sich für eine Plattform gehört, auf der kräftig diskutiert wird, ließe sich zu TheEuropean vieles Kritisches anmerken. Doch das würde jetzt nur davon ablenken, dass Görlach sein Projekt über zwei Jahre beharrlich weiterentwickelte. Neuester Schritt ist eine Renovierung der Seite.

Die renovierte Startseite

Allerdings weigert sich Görlach, die Umbauarbeiten „Facelift“ oder „Relaunch“ zu nennen. Denn Ersteres klingt ihm „nach geliftet, geflickt – und irgendwie nach alter Frau.“ Das erinnert ihn wiederum an Alice Schwarzer, „die auch noch da ist und feste auf die 70 zugeht“. Auch „Relaunch“ passt ihm nicht. „Das klingt dann aber so wie „Alles noch mal auf Anfang“. Ob man Frau Schwarzer relaunchen könnte?“
Leider liefert TheEuropean keine Antwort auf diese durchaus spannende Frage. Dafür aber, unter welchen Schlagworten  das Redesign stand. Sie lauten: Hierarchisierung, Kontextualisierung und Kuratierung.
Die sichtbarste Änderung ist das neue „Medienfenster“, das die aktuellen Top-Storys vorstellt. Darunter sind nun in drei Spalten die Kolumnen und Interviews, die Debatten und das neue Angebot „Stimmen der Anderen“ angeordnet. „Eine Bedingung dabei war, keine Inhalte ohne Bilder und Teaser zu präsentieren. Wir wollen den Lesern nicht einfach kurze Überschriften-Happen hinwerfen, sondern über die Bildsprache und die redaktionelle Einordnung deutlich machen, warum der jeweilige Beitrag relevant/interessant/meinungsstark ist“, heißt es in dem Editorial zum Umbau. „Schon auf den ersten Blick muss ersichtlich sein, was nach dem Klick zu erwarten ist.“
Die verbesserte Kontextualisierung soll dafür sorgen, dass neben jedem Beitrag jetzt verwandte Texte zu finden sind. Die Berliner Redaktion ist davon überzeugt, dass „Context king is“.

Neues Ressort: „Stimmen der Anderen“

Die wichtigste Änderung ist wohl die Einführung eines neuen Angebotes, dass die wichtigen Debatten, die außerhalb des Portals geführt werden, kuratiert. Die neue Rubrik hört auf den Namen „Stimmen der Anderen“ und soll als „Wegweiser im Meinungsweb“ fungieren. „Wir verlinken auf Kommentare, Glossen, Videos, Tweets und Blogbeiträge, die wichtige Debatten vorantreiben und genuinen Mehrwert liefern.“ Die Idee ist richtig. Denn die Berliner können nicht alle Themen bearbeiten, aber immerhin darauf hinweisen.
Der Relaunch ist optisch gelungen und ist auch inhaltlich sinnvoll. Ein Ziel von Görlach und seinem Team wird es sicherlich sein, die Reichweite zu steigern. Denn nach zwei Jahren gelang noch nicht der Sprung aus der Nische. Als Zielgruppenpotential wird in den Mediadaten die Zahl von 2,5 Millionen angegeben. Nach eigener Angabe erreichte TheEuropean im Mai 120.000 Visitors, die durchschnittlich 2:30 Minuten auf der Seite verbrachten. Laut Googles Ad-Planer-Tool sorgte das im August für rund 25.000 einzelne Besucher (Unique Visitors). Doch mit der nötigen Beharrlichkeit wird Görlach die Nutzerzahlen in den nächsten zwei Jahren steigern können.

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