FAZ.net: das Comeback der Zeitungsseite

Zurück zum Ursprung: FAZ.net wagt den wohl mutigsten Relaunch des Jahres. Die Frankfurter haben ihr Web-Portal komplett umgestaltet und gehen nun eine konträren Weg wie beispielsweise Stern.de oder Spiegel Online, die auf große bildgewaltige Aufmacher setzen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung orientiert jetzt ihren neuen Internet-Auftritt konsequent an einer gedruckten Zeitungsseite. Die Folge: das beherrschende Element auf der Startseite, ist fast schon nicht mehr die Top-News, sondern das altmodische Logo.

Anzeige

Zurück zum Ursprung: FAZ.net wagt den wohl mutigsten Relaunch des Jahres. Die Frankfurter haben ihr Web-Portal komplett umgestaltet und gehen nun eine konträren Weg wie beispielsweise Stern.de oder Spiegel Online, die auf große bildgewaltige Aufmacher setzen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung orientiert jetzt ihren neuen Internet-Auftritt konsequent an einer gedruckten Zeitungsseite. Die Folge: das beherrschende Element auf der Startseite, ist fast schon nicht mehr die Top-News, sondern das altmodische Logo.

Der dreispaltige Retro-Look erinnert stark an die Print-Ausgabe der FAZ
Die Grundidee des neuen Layouts ist es, dass wie auf einer Zeitungsseite mehrere Themen nebeneinander präsentiert werden. Dazu wurde die Homepage extra verbreitert. „Der Leser sieht auf einen Blick, was wichtig ist und findet im neuen Auftritt direkt die relevanten Artikel oder Kommentare, die Lesermeinungen oder das Video zum Thema“, erklären die Frankfurter ihre Renovierungsarbeiten. Zudem soll es nun einfacher sein, die Texte seiner Lieblingssautoren zu finden.
Wie bereits andere einheimische Nachrichtenportale, setzt nun auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Web auf Sammelseiten zu bestimmten Themen, auf denen die wichtigsten Inhalte rund um ein Ereignis zusammengefasst werden. Suchmaschinen wie Google sind große Freunde von diesen Übersichtsangeboten und auch die Vermarktung schätzt die Möglichkeit für die Themenseiten einzeln Werbung zu verkaufen.
Ob sich diese Änderungen auch positiv auf die IVW-Ausweisung auswirken, wird sich erst in rund vier Wochen absehen lassen. Im August erreichte das Nachrichten-Portal 23,53 Millionen Visits. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet dies ein Plus von einem Prozent. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate gewann die Seite allerdings zwölf Prozent hinzu.
Das Besondere an dem Relaunch von Faz.net ist vor allem der Mut, auf ein völlig individuelles Layout umzustellen. Je mehr Vielfalt es im deutschen Web gibt, umso besser. Zudem unterstreicht die neue Seite den Ansatz der Redaktion, nicht alle Nachrichten als erster haben zu müssen, sondern vielmehr die treffendsten Meinungsstücke oder Analysen zu den Nachrichten zu liefern. Zu diesem entschleunigten Ansatz passt die neue Optik perfekt.
Denn im Vergleich zu den beiden Marktführern Bild.de und Spiegel Online verzichtet die neue Seite – bislang zumindest – auf marktschreierische Groß-Aufmacher. In Zeiten, in denen vermeintlich bedrohliche Krisen und Epidemien sowie Sport-Sensationen in immer kürzeren Abständen vermeldet werden, hat das neue FAZ.net-Layout das Potential einen angenehm ruhigen Kontrapunkt zu setzen. 

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige