Sat.1: Bartl gibt Zepter an Kosack ab

Die Interimszeit ist vorbei: ProSiebenSat.1 TV-Vorstand Andreas Bartl gibt zum 4. Oktober die alleinige Geschäftsführung von Sat.1 an Joachim Kosack ab. Bartl hatte nach dem Weggang des ehemaligen Senderchefs Guido Bolten vor eineinhalb Jahren dessen Aufgaben zusätzlich übernommen. "Bereits in den letzten Monaten haben Joachim Kosack, als mein Co-Geschäftsführer, und ich Sat.1 gut aufgestellt, so dass ich den Sender mit bestem Gewissen vollends in seine Verantwortung übergeben kann", sagte Bartl.

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"Joachim Kosack ist ein herausragender Fernsehmacher. Ich werde mich wieder komplett auf meine Aufgaben als TV-Vorstand konzentrieren, d.h. strategische Weiterentwicklung unseres Programmportfolios, die Koordination unserer Senderfamilie, den vier Senderchefs mit Rat und Tat zur Seite stehen, sowie allgemein unser Geschäft weiter zu entwickeln und neue Möglichkeiten für Programme und Umsatz zu finden", so Bartl, der sich fortan wieder ganz auf seinen Posten als Vorstand der Sendergruppe konzentrieren will.
Kosack ist seit April 2011 Co-Geschäftsführer von Sat.1 und seit 2008 Senior Vice President Deutsche Fiction der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH. Seine berufliche Karriere brachte ihn an verschiedene Theatern, wo er als Kaberettist, Schauspieler und Regisseur tätig war, bevor er 1996 in den TV-Bereich wechselte. Bis 1998 war er Chefautor und Regisseur der RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", anschließend Chefautor und Producer der Weekly "Hinter Gittern". Zu seinen weiteren Stationen zählen die Firma teamWorx, die Producers at Work. Im April 2007 wechselte er als Leiter Serie und Soap zu Sat..1 und war seit November 2007 der Bereichsleiter Fiction. Der 1956 geborene Kosack zeichnet u.a. für die "Die Wanderhure", "Marco W.", "Böseckendorf" und "Die Grenze" verantwortlich und holte die Erfolgsserien "Der letzte Bulle" und "Danni Lowinski" ins Programm. Auf ihn als Senior Vice President Deutsche Fiction wird Jochen Ketschau folgen.

Mit dem Wechsel an Sat.1-Spitze steht nun auch ein neues Programm-Schema. Bartl kündigte neue Realityformate, vier neue deutsche Serien, drei Shows von John de Mol und große TV-Events wie "Tore der Welt" an. Konkret werde es um eine Arztserie mit dem Titel "Heller & Hansen" und eine Krimiserie namens "Familie undercover" gehen. Dazu soll es eine "Salt and Pepper"-Krimigeschichte und eine Dramedy geben, erklärte er im Interview mit Faz.net. Zudem sei das Kerngenre Familienshows re-etabliert.

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