Burdas „Iconic Turn“ wird zur Wunderkammer

Bereits die deutsche Ausgabe von Hubert Burdas Buch “In media res" sorgte für einiges Aufsehen. Jetzt stellte der Verleger die englische Übersetzung des Werkes in San Francisco vor. Passenderweise erklärte Burda sein Werk über die Macht der Bilder in einer digitalisierten Welt in der Gray Area Foundation for the Arts. Die "Gaffta" will die besten „kreativen Programmierer, Datenkünstler, Designer und Macher zusammenbringen, um ein soziales Bewusstsein durch die digitale Kultur erschaffen".

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In dem Buch “In media res – Zehn Kapitel zum Iconic Turn” oder „The Digital Wunderkammer“, wie es auf Englisch heißt, vereint Burda u. a. fünf Interviews, die er mit Kulturschaffenden wie dem Philosophen Peter Sloterdijk oder dem ehemaligen Ästhetik-Professor Bazon Brock führte.

Hubert Burda stellt „The Digital Wunderkammer“ in San Francisco vor

Als Iconic Turn bezeichnet man gemeinhin eine Wende hin zu einer kulturellen Herrschaft der Bilder. Der Begriff ist eine Abgrenzung zum so genannten Linguistic turn, der mit der Erfindung des Buchdrucks eine herrschende Kultur der Schrift einläutete. Im Gegensatz zur etablierten Sprachwissenschaft, der Linguistik, gibt es aber noch keine formale “Bildwissenschaft”, die die Auswirkungen des Iconic Turn behandelt.

Verleger Hubert Burda hat bereits eine Vorlesungsreihe zum Iconic Turn an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität initiiert und gemeinsam mit Christa Maar 2004 das Buch “Iconic Turn – Die neue Macht der Bilder” herausgegeben.

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