Sport Bild völlig „verrückt“ auf FC Bayern

Noch mehr Content für Bayern-Fans: Beim Blick auf die Sport Bild-Titel der vergangenen Jahre wird deutlich, dass sich die Anhänger des FCB bislang nicht zu beschweren brauchten, vom Springer-Magazin vernachlässigt zu werden. Gefühlt macht jede zweite Ausgabe mit den größten deutschen Fußball-Klub auf. Zum 111. Vereinsjubiläum stattet die "SpoBi" ihre neue Ausgabe mit einem speziellen Heft im Heft mit den "111 verrücktesten Bayern-Geschichten" aus. Ein ähnliches Spezial war bereits ein großer Verkaufserfolg.

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Tatsächlich ist das Extra – zumindest für Fußballfans – äußerst kurzweilig geworden. Denn die Geschichte des FC Bayern München bzw. des FC Hollywood ist ähnlich bunt und anekdotenreich wie die von vermeintlichen Chaos-Klubs wie Schalke 04.

Bereits das Cover des 24-Seiten Beilegers zeigt einen bunten Bilder-Mix mit Fotos der halbnackten Uli Hoeneß und Paul Breiter oder der berühmten Wutrede von Giovanni Trappatoni.

Gleichzeitig ist das Sonderheft auch so etwas wie das "Abschiedsspiel" des Chefreporters Raimund Hinko. Der Bayernexperte der Sport Bild wechselt nach der Produktion des Spezials in die Altersteilzeit. Seine komplette Kraft und sein – angeblich – fast enzyklopädisches Wissen über den "Stern des Südens" flossen aber noch in die 111 Anekdoten, die – laut Chefredakteur Matthias Brügelmann – "knackig aufgeschrieben" wurden. In seinem Editorial verspricht der Blattmacher deshalb auch ein wenig vorlaut "eine pralle Nummer! Oder um mit Trapp zu sagen: nicht Flasche leer, sondern Flasche voll".

Auch der Vertrieb wird sich eher über "Flasche voll" als "Flasche leer" freuen dürfen. Denn bereits vor wenigen Wochen versuchte sich die Sportredaktion mit Erfolg an einem ähnlichen Format. Zum Start der Frauenfußball-WM legte die Sport Bild bereits ein Heft im Heft der Ausgabe bei. Das Einzelverkaufergebnis war mit 267.774 Exemplaren die drittbeste Ausgabe des Jahres. Lediglich die Nummer mit einer Magnet-Tabelle und der Saisonabschluss-DVD gingen noch häufiger über die Kiosktheke.

Im zweiten Quartal 2011 kam das Sport-Magazin auf einen Gesamtverkauf von 443.592 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von sieben Prozent. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre verlor das Springer-Magazin sechs Prozent seiner Gesamtauftauflage.

Zum Abschluss seines Editorials schreibt Brügelmann: "Ob Sie den Verein mögen oder nicht – gute Unterhaltung ist garantiert." Zumindest aus Sicht von interessierten Fußball-Lesern muss man dazu festhalten: Der Chefredakteur hat recht.

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