Hilder scheitert bei MDR-Intendantenwahl

Der MDR kommt nicht zur Ruhe: Offenbar muss der Rundfunkrat des Senders einen neuen Intendanten-Kandidaten suchen. Laut Agenturberichten scheiterte am Montagmittag der Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung, Bernd Hilder, beim Versuch, den scheidenden Sender-Chef Udo Reiter abzulösen. Im ersten Wahlgang sprachen sich 29 der 41 anwesenden Rundfunkräte gegen den 52-Jährigen aus. Vor der Wahl hatte sich das Gremium darauf verständigt, dass nur ein Wahlgang zugelassen wird.

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Um gewählt zu werden, hätte Hilder 28 Stimmen benötigt. Statt der 43 Rundfunkräte waren zudem lediglich 41 anwesend. "Schade. Gerne hätte ich dem MDR geholfen, aus seiner Krise herauszukommen", zitiert die dpa Hilder nach der Wahl. Der Chefredakteur war einziger Kandidat. Allerdings gestaltete sich bereits seine Nominierung als komplizierte. Damals setzte sich der 52-Jährige erst im vierten Wahlgang gegen die stellvertretende MDR-Intendantin Karola Wille und den stellvertretenden WDR-Fernsehdirektor Helfried Spitra durch.

Bereits am Nachmittag will der Verwaltungsrat voraussichtlich über das weitere Vorgehen entscheiden. Die Regularien schreiben vor, dass innerhalb eines Monats ein neuer Kandidat vorschlagen werden muss.

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