Airbnb weist Springer-Angebot zurück

Den geplanten Einstieg der Axel Springer AG beim Online-Portal Airbnb wird es vorerst nicht geben. "Wir haben unsere Finanzierungsrunde im Juli abgeschlossen", sagte Airbnb-Deutschland-Chef Gunnar Froh gegenüber dem Spiegel. "Eine weitere ist im Augenblick nicht geplant." Springer beabsichtigte, 70 Millionen Euro in das amerikanische Internet-Unternehmen zu stecken. Dieser Investitionsbetrag sei illusorisch, heißt es bei Airbnb, man habe gerade 112 Millionen Dollar eingesammelt.

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"Frühere Geldgeber haben bei nachfolgenden Finanzierungen ein Mitspracherecht. 70 Millionen Euro wären viel zu viel", sagte Froh dem Spiegel. Sein Unternehmen wird seit der letzten Finanzierungsrunde mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet. Bisherige Geldgeber sind namhafte US-Wagniskapitalgeber wie Andreessen Horowitz und Sequoia Capital. Auch der neue „Two and a half Men“-Darsteller Ashton Kutcher ist „mit einem signifikaten Betrag“ bei der Firma investiert. Zusätzlich soll er als Business Angel fungieren.
Springer selbst wollte offenbar nicht nur als Geldgeber fungieren, die Deutschen hätten auch bei der europäischen Expansion von Airbnb als Partner behilflich sein können. Mit dem Immobilienportal Immonet hat der Medienkonzern Erfahrungen auf dem Markt.
Einen ersten Versuch, in Europa besser Fuß zu fassen, hat Airbnb bereits unternommen. Das US-Unternehmen kaufte das deutsche Pendant Accoleo. Im Vergleich zu den Konkurrenten 9flats und Wimdu gehört Accoleo jedoch zu den kleineren Anbietern in dem Segment der privaten Ferienwohnungsvermittlung.
Dass bereits drei Unternehmen in diesem Bereich aktiv sind, zeigt, dass es sich um einen wichtigen Zukunftsmarkt handeln kann. Zudem stecken namhafte Investoren hinter den Projekten. Das vom Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher initiierte 9flats wird von Redpoint Ventures und eVenture Capital Partners finanziert und an Wimdu sind die Samwer-Brüder maßgeblich beteiligt.  

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