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Zynga-Gewinn bricht um 95 Prozent ein

Kurz vor dem geplanten Börsengang hat der „FarmVille“- und „CityVille“-Entwickler Zynga neue Geschäftszahlen präsentiert: Lediglich 1,3 Millionen Dollar machte das Unternehmen im zweiten Quartal 2011 Gewinn. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 27,2 Millionen Dollar, was einem Minus von 95 Prozent entspricht. Der Umsatz verdoppelte sich hingegen auf 279,1 Millionen Dollar. Zynga erklärt den Gewinneinbruch mit gestiegenen Entwicklungs-, Personal- und Akquisitionskosten. Am Börsengang will man festhalten.

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Kurz vor dem geplanten Börsengang hat der „FarmVille“- und „CityVille“-Entwickler Zynga neue Geschäftszahlen präsentiert: Lediglich 1,3 Millionen Dollar machte das Unternehmen im zweiten Quartal 2011 Gewinn. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 27,2 Millionen Dollar, was einem Minus von 95 Prozent entspricht. Der Umsatz verdoppelte sich hingegen auf 279,1 Millionen Dollar. Zynga erklärt den Gewinneinbruch mit gestiegenen Entwicklungs-, Personal- und Akquisitionskosten. Am Börsengang will man festhalten.
Nachdem LinkedIn und Yandex im Frühjahr noch einen fulminanten Börsenstart hingelegt hatten, sollten eigentlich bald die nächsten Kandidaten folgen – Groupon und Zynga hatten ihren Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht bereits eingereicht. Die großen Verwerfungen zwangen den Online-Spieleanbieter jedoch, den Börsengang auf November zu verschieben. Bei diesem Termin soll es jetzt auch bleiben: Zynga stellte seinen Zulassungsantrag nun zum dritten Mal und strebt eine Finanzspritze von einer Milliarde Dollar an, was einem Unternehmenswert von rund 20 Milliarden Dollar bedeuten würde.
Mit dem dritten IPO-Filling wurden auch die neuen Geschäftszahlen bekannt. Neben gestiegener Kosten dürfte für den Gewinneinbruch auch verantwortlich sein, dass Zynga im gesamten ersten Halbjahr 2011 nur ein neues Spiel auf den Markt gebracht hat. Als logische Konsequenz ging die Reichweite der Facebook-Spiele des Unternehmens von 62 Millionen täglich aktiven Nutzern (DAU) auf 59 Millionen zurück. Aktuell liegt die Zahl sogar nur bei 48 Millionen. Ebenso verbietet Facebook seit diesem Sommer andere Währungen in seinem Netzwerk als die hauseigenen Credits. Das heißt, jeder Social-Games-Entwickler muss 30 Prozent seines Umsatzes an Mark Zuckerberg abgeben.
Für Zynga ist derzeit fraglich, ob der Börsengang zum richtigen Zeitpunkt kommt. Der große Hype um den Online-Spieleanbieter flaut allmählich ab, und die Geschäftszahlen lassen erahnen, dass er schon erfolgreichere Phasen hatte.

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