Schächter hält Finanzbedarf für gerechtfertigt

ZDF-Intendant Markus Schächter verteidigt die deutlich gestiegenen Bedarfsanmeldungen der Rundfunkanstalten. „Die Anmeldung, die das ZDF im April abgegeben hat, liegt deutlich unter der allgemeinen Kostenentwicklung“, sagte er. „Damit haben wir alles dafür getan, dass die aktuelle Gebührenhöhe über den Modellwechsel Anfang 2013 stabil gehalten werden kann.“

Anzeige

Die Anmeldung enthalte keine neuen Programmvorhaben oder sonstige neuen Projekte und entspreche damit der Zusicherung des Senders, im Rahmen des Programmauftrags zurückhaltend zu planen. „Kosten für die Digitalkanäle und sonstige Programmentwicklungen müssen damit wie bisher durch Einsparungen und Umschichtung aus der Substanz erwirtschaftet werden“, fügte Schächter hinzu. Schon in der laufenden Gebührenperiode habe das ZDF, wie die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) festgestellt habe, Einsparungen in Höhe von 800 Millionen Euro erbracht.
Weiter mahnte Schächter eine sachliche Debatte an. Alle Beteiligten wollten erklärtermaßen dazu beitragen, dass der Modellwechsel bei der Rundfunkfinanzierung Anfang 2013 ohne zusätzliche Belastungen für die Gebührenzahler bewerkstelligt werden könne.
Die KEF unterzieht derzeit die angemeldeten Finanzbedarfe (Anstieg um 1,5 Milliarden Euro) der Rundfunkanstalten einem Prüfverfahren. Dabei wird kontrolliert, ob sich die Programmentscheidungen im Rahmen des rechtlich umgrenzten Rundfunkauftrages halten und ob der daraus abgeleitete Finanzbedarf im Einklang mit den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ermittelt worden ist. Darüber hinaus werden bei der Berechnung der Höhe des Rundfunkbeitrags ab Anfang 2013 auch die möglichen Auswirkungen des Modellwechsels in der Rundfunkfinanzierung betrachtet.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige