Neue Features für die Online-IVW-Zahlen

Die IVW hat seinen Mitgliedern auf der dmexco in Köln spannende Neuigkeiten zur Messung der Online-Zahlen erläutert. So werden ab Anfang 2012 die Daten von Anbietern, die mehrere Websites unter dem Dach eines Angebots ausweisen, transparenter. Im Laufe des Jahres soll zudem die Messung von technischen Formaten wie Video- und Audiostreams starten. Auch die Nutzung mobiler Websites soll dann von der IVW gemessen und ausgewiesen werden.

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Die IVW hat seinen Mitgliedern auf der dmexco in Köln spannende Neuigkeiten zur Messung der Online-Zahlen erläutert. So werden ab Anfang 2012 die Daten von Anbietern, die mehrere Websites unter dem Dach eines Angebots ausweisen, transparenter. Im Laufe des Jahres soll zudem die Messung von technischen Formaten wie Video- und Audiostreams starten. Auch die Nutzung mobiler Websites soll dann von der IVW gemessen und ausgewiesen werden.

Die erste Neuheit, die den Nutzern der IVW-Zahlen auffallen wird, ist das Plus an Transparenz, das den Daten zu Beginn des Jahres 2012 hinzugefügt wird. Das Problem ist lang bekannt und wird immer wieder hitzig diskutiert: Zahlreiche Firmen weisen viele unterschiedliche Websites unter dem Dach eines Angebots aus. So stammen die meisten Klicks des IVW-Angebots "N24 Online" längst von der Wissens-Community wer-weiss-was.de und zu einem Angebot wie "Focus Online" werden neben Focus.de auch die Klickzahlen von Websites wie Scienceblogs.de, Jameda.de, Max.de, Amica.de, Finanzen100.de und Nachrichten.de gezählt. Diese beiden Beispiele – zwei von unzähligen – zeigen ein großes Problem der IVW-Zahlen auf: Zahlen lassen sich immer schwerer miteinander vergleichen.

Anfang 2012 wird insofern mehr Transparenz in die Daten kommen, als dass von da an zumindest die Page Impressions der wichtigsten Teile des jeweiligen Dach-Angebots ausgewiesen werden. Neben den Angeboten, die sich aus verschiedenen Websites zusammensetzen, wird auf der Übersichtsseite der IVW-Website ein Button zu finden sein, mit dem die Bestandteile des Dach-Angebots sichtbar werden. Genau dort werden dann die Prozentzahlen der Domains angezeigt, die sie zur Gesamt-PI-Summe beitragen.

Beispiel: Eine Nachrichten-Website weist auch ein Musikmagazin, eine Wissenscommunity und ein Reiseportal mit aus. Nach dem Klick auf den Button wird der Nutzer in Zukunft genau sehen können, welchen Anteil die vier Websites an den Gesamt-PIs haben, also z.B. die Nachrichten-Website 30%, die Wissens-Community 35%, das Reiseportal 20%. Allerdings müssen nur so viele einzelne Websites ausgewiesen werden, bis eine PI-Summe von 80% erreicht ist. Das heißt: Die Zahlen kleiner Websites bleiben ein Geheimnis.

Spannend wird es dann im Laufe des Jahres 2012. Unter dem Arbeitstitel "Kategoriensystem 2.0" wird in den IVW-Zahlen dann erstmals nicht nur nach Themengebiet der Inhalte unterschieden, sondern auch nach technischem Format. Mit anderen Worten: Die IVW will ab dann auch messen und veröffentlichen, wie viele Video- oder Audiostreams bei den Angeboten abgerufen werden. Auch die Nutzung mobiler Websites soll dann ausgewiesen werden. Für die Daten bedeuten diese neuen Möglichkeiten einen deutlichen Sprung nach vorn. Für die Anbieter bedeuten sie gleichzeitig eine potenziell bessere Vermarktbarkeit von Audio- und Videoinhalten und den mobilen Angeboten.

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