Hohe Bezahlbereitschaft bei iPad-Magazinen

Zwei Drittel der iPad-Besitzer lesen Zeitschriften auf ihrem Gerät. Zu diesem Ergebnis kam der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bei einer Online-Befragung von mehr als 3.350 Nutzern des Apple-Tablets. Mit mehr als 60 Prozent bezahlte die Mehrheit der Zeitschriftenleser die Ausgaben über einen Einzelkauf oder ein Abo. Etwas weniger als die Hälfte gibt jedoch an, dass sie weniger gedruckte Zeitschriften lesen als vorher. Nur bei 41 Prozent ist der Magazin-Konsum gleich geblieben.

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Der Verband freut sich über die hohe Zahlungsbereitschaft der Leser. Es habe sich gezeigt,  dass „der Transfer der Kernqualitäten von Zeitschriften in die digitale Welt funktioniert", erklärt Alexander von Reibnitz, Geschäftsführer Anzeigen & Digitale Medien im VDZ, in einer Mitteilung des Verbandes. Die Studie würde deutlich machen, dass "die traditionellen Stärken der Zeitschriften – also Newswert, interessante Inhalte, gutes Layout und faszinierende Bilder – auch auf dem iPad überzeugen", so von Reibnitz weiter.
Dennoch wünscht sich die Hälfte der Befragten bei den digitalen Angeboten mehr interaktive Elemente wie Infografiken, fast genauso viele Befragten wünschen sich mehr Links zu weiterführenden Informationen im Internet. Bei den Apps erhoffen sich über ein Viertel der Befragten eine bessere und einheitlichere Navigation. Etwa 16 Prozent wollen kein bloßes PDF der Printausgabe, allerdings wünschen sich auch fast gleich so viele kostengünstigere App-Angebote. Die Mehrheit mit rund 77 Prozent der Tablet-Besitzer hat maximal fünf Zeitschriften-Apps auf dem Gerät. Deren Angebote nutzen 70 Prozent der Befragten mehrmals die Woche bis täglich mit deutlich mehr als einer Stunde.
Das bisherige Angebot der digitalen Zeitschriften wurde von den Nutzern gut bewertet. Knapp 90 Prozent würden diese weiterempfehlen. Die Tablet-Ausgaben würden interessante Inhalte bieten, hätten sehenswerte Bilder und wären klar und übersichtlich gegliedert, demnach gut für das iPad aufbereitet. Der Großteil der iPad-Nutzer sieht den Mehrwert der digitalen Zeitschrift beim Spaß, den das Tablet beim Lesen bereitet. Der Vorteil sei vor allem beim direkten Zugang zum Internet. Zudem sei die digitale Zeitschrift überall und jederzeit erhältlich und würde mit zusätzlichen Funktionen punkten.
Wie die Studie zusammenfasste, ist der durchschnittliche iPad-Besitzer männlich, 42 Jahre alt, arbeitet Vollzeit mit einem überdurchschnittlichen Einkommen und hat einen Hochschulabschluss. Über 60 Prozent lesen Zeitschriften auf dem Tablet zu Hause, nur ein Drittel unterwegs.

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