„Büro ist Krieg und der ist immer ungerecht“

Der egozentrische Chef verteilt ab dem 8. November wieder fiese Sprüche. In der 5. Staffel kehrt Bernd Stromberg vom "Arsch der Heide" – Finsdorf – zurück in die Capitol-Zentrale. Wieder in seiner alten Stelle will er hoch hinaus, wobei ihm die "Trinkgewohnheiten" seines Vorgesetzten gerade recht kommen, um in seiner typischen Art zu intrigieren. Bis dahin muss sich Stromberg damit beschäftigen, dass "Multi-Kulti schwierig ist". MEEDIA hat sich die ersten beiden Folgen der Staffel angeschaut.

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"Mein Humor ist demokratisch" sagt sich Stromberg in der ersten Folge der neuen Staffel und will damit seine Gehässigkeiten an alle richten. Das sieht Malik, ein Bewerber für die Azubi-Stelle bei der Schadensregulierung, allerdings nicht so. Der Moslem fühlt sich durch die Bemerkung des stellvertretenden Leiters der Abteilung – "Bei einem von euch muss man sich daran gewöhnen, dass er irgendwann mit dem Flugzeug ins Büro kommt" – diskriminiert und beschwert sich bei der obersten Stelle. Widerwillig wird Malik eingestellt.
Stromberg redet sich mal wieder um Kopf und Kragen bis er einen Integrationskurs in seiner Abteilung ankündigt. Mit den Worten "die Moslems sind die neuen Homosexuellen" will der "Political Correctness"-Experte seine Mitarbeiter auf die neue Situation einstellen. Berthold, von allen nur "Ernie" genannt, ist von dem Neuen gar nicht begeistert, ist er doch neuerdings sehr aktiv in der Kirchengemeinde tätig. Die frisch vermählten Kollegen Ulf und Tanja haben ihre privaten Probleme und Strombergs "Irgendwie-Freundin" Jennifer ist sauer, weil er sie vor den anderen vorführt.
In der zweiten Folgen hat es Stromberg in den Chefsessel der Abteilung geschafft. "Chef ist nichts für Eierlose" weiß der Intrigant und richtet sich in dem neuen Büro ein und genießt seine Vorzüge. Seine Sekretärin Frau Papenacker sieht das nicht gerne, so hofft sie doch, dass die Zwangsbeurlaubung vom Chef Herrn Becker nur vorübergehend ist. Während in der Abteilung ohne Stellvertreter-Posten das Chaos und ein Krieg um gestohlenes Essen ausbrechen, versucht Stromberg die Chef-Kollegen der anderen Abteilungen zu beeindrucken. Für die baldige Jahresbudget-Sitzung müssen die Abschlusszahlen gemacht werden und so überredet der Charmeur kurzerhand Frau Papenacker, die Aufgabe zu erledigen: "Ich kann sie auch so lange sexuell belästigen, bis sie es freiwillig machen."
Für Christoph Maria Herbst ist die Rolle des "Bernd Stromberg" ein Paradestück. "Das ist beruflich der Höhepunkt", sagte der Schauspieler bei der am gestrigen Dienstag stattgefundenen Premiere der neuen Staffel. Autor Ralf Husmann verkündete, dass der Film zur Serie geplant sei, aber finanziell noch nicht in trockenen Tüchern. Für Herbst sei Stromberg eine "ewige Liebe", die noch Jahre so weiter gehen könne. Den Spaß am Dreh merkt man den neuen Folgen an. Bei dem Thema "Integration" sind die Fettnäpfchen für den Möchtegern-Chef extrem groß, Stromberg nimmt sich aber dem Thema eben auf seine ganz eigene Weise an. Nachdem er in der vierten Staffel nach Finsdorf abgeschoben wurde, ist Stromberg am besten, wenn er in der Zentrale möglichst vielen Kollegen und Mitarbeitern Unglück bringen kann. Der Auftakt der neuen Staffel ist definitiv gelungen.

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