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Nominierte für den Deutschen Fernsehpreis

Der Deutsche Fernsehpreis hat heute in Berlin die Nominierungen für die diesjährige 13. Preisverleihung bekanntgegeben. Die neunköpfige Jury unter der Leitung von Springers Chef-Lobbyist Christoph Keese wählte ihre Nominierungen aus rund 1.200 Programmstunden. Gute Aussichten auf einen Preis haben unter anderem Oliver Welkes "heute-show", das RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" und die Übertragung vom Eurovision Song Contest auf ProSieben.

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Die Nominierungen im Überblick:
Fernsehfilme und Mehrteiler überzeugen in jedem Genre. Große thematische Vielfalt, hervorragende Autoren- und Regieleistungen, ausgezeichnete Schauspieler und eine überzeugende Produktionsqualität kennzeichnen aus Sicht der Jury die Fernsehfilme und Mehrteiler des Fernsehjahres. Einzelstücke wie ("Die fremde Familie", ARD, "In aller Stille", ARD und "Homevideo", NDR/Arte) reflektieren soziale und gesellschaftliche Fragen der Gegenwart. Zusammen mit einem historischen Heimatdrama ("Die Hebamme", ZDF) und einer Agenten-Komödie ("Undercover Love", RTL) sollen die fünf Nominierungen das breite Spektrum im Fernsehfilm-Genre abbilden.
Bei den Mehrteilern bleibt die deutsche Geschichte Inspirations-Quelle für anspruchsvolle und publikumsattraktive TV-Events. Nominiert sind: "Go West – Freiheit um jeden Preis" (ProSieben) "Hindenburg" (RTL) und "Der kalte Himmel" (ARD) mit einer überzeugenden Christine Neubauer.
Comeback der deutschen Serien
Deutsche Serien sind weiter auf dem Vormarsch: Herausragende Neustarts mit Starbesetzung sowie guten Quoten bei den etablierten Serien machen die deutschen Produktionen auch für ausländische Sender attraktiv: "Doctor’s Diary" (RTL) wurde nach Brasilien und Kroatien verkauft, "Alarm für Cobra 11" (RTL) ist demnächst in Spanien, Italien und den USA zu sehen. Für den Deutschen Fernsehpreis 2011 nominierte die Jury: "Doctor’s Diary" (RTL), "Der letzte Bulle" (Sat.1) und die "erste DDR-Familienserie" "Weissensee" (ARD).
Die besten Schauspieler und Schauspielerinnen
Frauen in Extremsituationen werden zu Identifikationsfiguren in Haupt- und Nebenrolle gleichermaßen. Nominiert aufgrund ihrer prägnanten Einzelleistungen sind: Nina Kunzendorf für "In aller Stille" (ARD), Alexandra Neldel für "Die Wanderhure" (Sat.1), Petra Schmidt-Schaller für "Das geteilte Glück" (ARD), Maria Simon für "Es war einer von uns" (ZDF) und Lisa Wagner als Nebenfigur in "Tatort: Nie wieder frei sein" (ARD).
Bei den Männern treten ebenfalls fünf Schauspieler gegeneinander an: Vladimir Burlakov ("Marco W. – 247 Tage im Gefängnis", Sat.1), Jörg Hartmann ("Weissensee", ARD), Stefan Kurt ("Dreileben – Eine Minute Dunkel", ARD), Misel Maticevic ("Nachtschicht: Ein Mord zu viel", ZDF) und Justus von Dohnanyi ("Tatort: Eine bessere Welt", ARD).
Im Jahr der Krisen und Katastrophen
Die Atomkatastrophe in Japan, die arabischen Freiheitsbewegungen in Ägypten und Libyen, Euro-Krise – ARD-Brüssel-Korrespondent Rolf-Dieter Krause und RTL-Nahost-Expertin Antonia Rados und ARD-Wissenschafts-Experte Ranga Yogeshwar versorgten die Zuschauer mit aktueller Berichterstattung und anschaulichen Hintergrundinformationen.
Relevanz und Zeitgeschichte: fünf Dokumentationen nominiert
Von der klassischen Dokumentation bis hin zu Hochglanzreihen – das Genre der Dokumentation zählt zu den produktivsten im deutschen Fernsehen. Aus der Vielzahl der Produktionen hat die Jury sich in ihrer Nominierung auf fünf zeitgeschichtlich und gesellschaftlich relevante Stücke konzentriert: "Geheimsache Mauer – Geschichte einer deutschen Grenze" (ARD), "Hunger" (ARD), "The other Chelsea – Eine Geschichte aus Donezk" (ZDF), "Und wir sind nicht die Einzigen" (3sat/ZDF) und "Wärst Du lieber tot?" (ZDF).
Deutschland im Visier: die beste Reportage
Ethnographie des Inlandes: Ganz nah dran am Umgang mit Demenzkranken ist "Heute ist gestern und morgen" (Arte/WDR). "die story: Adel vernichtet – Der bemerkenswerte Niedergang des Bankhauses Oppenheim" (WDR) vertieft investigativ das Karstadt-Quelle-Thema und bringt neue Fakten ans Licht. Und "Wild Germany" (ZDFneo) beleuchtet ein ganz unbekanntes Deutschland.
Neue Vielfalt beim "Dokutainment"
Das noch junge Genre zeigt der Jury zufolge "große Vielfalt und bewegt sich sicher zwischen Reportage und Information". 2011 nominiert sind Produktionen, die Menschen auf dem Weg zu neuen Herausforderungen ihres Lebens begleiten. Nominiert sind: "Goodbye Deutschland – Die Auswanderer" (Vox), "Stellungswechsel – Job bekannt, fremdes Land" (kabel eins) und "Der Wettlauf zum Südpol: Deutschland gegen Österreich" (ZDF).
Die besten Show-Events
Perfekt inszenierte Unterhaltung, grandiose Produzentenleistungen und spektakuläre Zuschauerakzeptanz bestimmen in diesem Jahr die Show-Events. Die nominierten Show-Produktionen sind: "Eurovision Song Contest 2011" (ARD), "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" (RTL) sowie "Let’s Dance" (RTL).
Der Comedy-Himmel: Ceylan gegen Engelke und Welke
Sie treffen alle den Nerv der Zuschauer, jeder auf seine Weise: lebensnahe Multi-Kulti-Wahrheiten vom neuen Comedy-Star Bülent Ceylan und seiner "Bülent Ceylan Show" (RTL), Anke Engelke ist mit ihrer neuen "Ladykracher"-Staffel (Sat.1) ganz nah am Zeitgeist und Oliver Welkes bissige Nachrichten-Satire "heute-show" (ZDF) ist als "Information" am Freitagabend nicht mehr weg zu denken.
Alle Facetten des Sports
Sport drei Mal anders. "heimspiel! Extra: Frankfurt Marathon" (HR) ist ganz dicht dran am lokalen Sportevent. "RTL-Boxen: Wladimir Klitschko vs. David Haye" ist das gigantische Box-Event, das Millionen fesselte. Und das Sportmagazin "sport inside" (WDR) blickt aus verschiedensten Blickwinkeln hinter die Kulissen des Sports.
Der Förderpreis, sowie die drei Kategorien "Besondere Leistung Fiktion, Unterhaltung und Information" werden in der Gala beim Deutschen Fernsehpreis bekanntgegeben.
Publikumspreis: 2011 entscheiden die Zuschauer online über den "Besten Entertainer" des Jahres. Auf der Website zum Event treten Frank Elstner/Ranga Yogeshwar, Thomas Gottschalk, Günther Jauch, Hape Kerkeling, Johannes B. Kerner, Ulla Kock am Brink, Kai Pflaume, Jörg Pilawa, Stefan Raab, Marco Schreyl/Daniel Hartwich, Jochen Schropp, Joko Winterscheidt/Klaas Heufer-Umlauf sowie Sonja Zietlow/Dirk Bach gegeneinander an.
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. In diesem Jahr erfolgt die Verleihung am 2. Oktober im Kölner Coloneum. Erst an diesem Tag entscheidet die Jury, welche der heute vorgestellten nominierten Programme und TV-Leistungen ausgezeichnet werden. RTL strahlt die Preisverleihung einen Tag später, am 3. Oktober, ab 20.15 Uhr aus.

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