Neues Verbraucher-Finanzportal Monero.de

Ein Gewinner der aktuellen Schulden- und Finanzkrise scheint jetzt schon festzustehen: die Online-Finanzportale. Ob Finanzen.net oder Handelsblatt.com, alle Webseiten, die sich mit Anlagemöglichkeiten und Wirtschaftsthemen beschäftigten, konnten ihren Traffic im August kräftig steigern. Von diesem Trend will nun auch ab diesem Mittwoch das neue Verbraucher-Finanzportal Monero.de profitieren. Das Angebot des Verlags der Deutschen Wirtschaft setzt dabei auf den Ansatz von Experten geschriebenen Content.

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Das heißt: Kenner eines bestimmten Themengebietes sollen entweder kostenlos oder auf TKP-Basis für Monero.de schreiben. Eine Schlussredaktion prüft dann die Texte und stellt sie online. Die Experten können Journalisten, Professoren oder auch Finanzprofis direkt von Banken oder den entsprechenden Unternehmen sein. Die Gefahr, dass die Fachleute vor allem Werbung für ihre Arbeitgeber oder in eigener Sache machen, sehen die Monero-Macher nicht. Denn um die Texte vorher zu redigieren, sei ja schließlich die eigene Redaktion da. Mit diesem Ansatz will sich das neue Angebot zwischen den Frage- und Antwort-Portalen wie beispielsweise gutefrage.net und harten Test-Angeboten wie Finanztest positionieren.

"Wichtig ist – nicht überall, wo Verbraucherfinanzportal drauf steht, ist es auch drin", sagt Monero-Chef Gerd Bielenberg. "Viele Vergleichsportale nennen sich Verbraucherportale, sind es aber de facto nicht. Schon beim Betreten solcher Seiten merken Sie: Der Fokus liegt auf Lead-Generierung für Versicherungs- und Finanzprodukte, eigene Inhalte sind eigentlich gar nicht vorhanden."

Die Bonner meinen erkannt zu haben, dass nur die wenigsten Portale eigenen journalistischen Content zum Thema Verbraucherfinanzen zu bieten haben. "Da setzen wir an, und zwar mit gut gemachten Texten und sinnvollen Tools. Börse- und Marktdaten überlassen wir gerne anderen, die das besser können."

Bei der Finanzierung soll nicht die Display-Werbung für Finanzprodukte im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Generierung von Print-Abos für die Produkte des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG. Nach eigenen Angaben gehört das Unternehmen zu den größten deutschen Fachverlagen und vertreibt fast 200 Loseblattzeitschriften. Im Web finden sich allerdings immer wieder Beschwerden über die Abo-Methoden des Bonner Verlags. Monero ist dazu eine Ausgründung der Experto-Beraterportale.

Nicht nur der Verzicht auf provisionsgetriebene Werbung für Finanzprodukte, sondern auch die Vielzahl unterschiedlicher Autoren soll die Unabhängigkeit von Monero gewährleisten.

Das Ziel des neuen Portals ist es, irgendwann zu jeder Finanzfrage eine passende Antwort parat zu haben.

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