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Tablet-Angriff auf Apple: Amazon macht ernst

Der Einstand hätte für den neuen Apple-CEO ruhiger verlaufen können: Kaum im Amt, gehen die Rivalen in die Offensive. Allen voran Amazon macht nun mit seiner Attacke auf dem Tablet-Markt ernst und will seinen iPad-Rivalen offenbar schon in einem Monat auf den Markt bringen. Forrester Research sieht bereits Luft für 5 Millionen verkaufte Amazon-Geräte im Weihnachtsquartal. Dem Tablet soll Googles Betriebssystem Android zugrunde liegen und "hunderte Dollar" billiger sein als das iPad.

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Der Einstand hätte für den neuen Apple-CEO ruhiger verlaufen können: Kaum im Amt, gehen die Rivalen in die Offensive. Allen voran Amazon macht nun mit seiner Attacke auf dem Tablet-Markt ernst und will seinen iPad-Rivalen offenbar schon in einem Monat auf den Markt bringen.  Forrester Research sieht bereits Luft für 5 Millionen verkaufte Amazon-Geräte im Weihnachtsquartal. Dem Tablet soll Googles Betriebssystem Android zugrunde liegen und "hunderte Dollar" billiger sein als das iPad.

Das Vorschussvertrauen für Tim Cook ist groß: 1 Millionen Aktien bekommt der neue CEO als Motivation für seinen neuen Job – denn die Optionen sind erst in 5 bzw. 10 Jahren einzulösen. Dass bis dahin viel passieren kann, ist im schnelllebigen Technologiesektor eine Selbstverständlichkeit – wie schnell jedoch, könnte dem seit Freitag wieder wertvollsten Konzern der Welt gar nicht gefallen.

Eineinhalb Jahre nach der Einführung des ersten iPads schickt sich nämlich nun mit Amazon der erste wirklich ernstzunehmende Rivale auf dem Tablet-Markt an, ein Konkurrenz-Produkt herauszubringen, das Apple weh tun könnte. Wie die New York Post berichtet, könnte der zweitwertvollste Internetkonzern der Welt schon Ende September oder Anfang Oktober seinen iPad-Killer auf den Markt bringen – und zwar zu ziemlich konkurrenzlosen Preisen.

Bezos: Kalkulierte Verluste mit Billig-Tablet?

"Um hunderte Dollar billiger" als das iPad solle das erste von zwei Amazon-Tablets angeboten werden, berichtet die New York Post, was wohl nur auf einen Verkaufspreis von 299 Dollar deuten kann. Apple verkauft das Einstiegsmodell des iPad 2 für 499 Dollar bzw. 479 Euro. "Wir glauben den Berichten", ist sich etwa das Technologieblog "Alleyinsider" ziemlich sicher. "Wenn jemand ein billiges Tablet aus dem Ärmel schütteln kann, dann Amazon. Bezos hat keine Angst davor, Dinge mit einer kleinen oder keinen Gewinnmarge zu verkaufen."

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Tatsächlich ist der frühere Wall Street-Banker für genau diese Geschäftspraktik bekannt: Jahrelang verbrannte Amazon Geld, ehe der Online-Pionier endlich die Gewinnzone erreichte. Bis heute liegt Amazon mit seinen Quartalsgewinnen oft genug unter den Konsensschätzungen der Analysten, um dann jedoch durch sein großes Umsatzwachstum punkten zu können.

Forrester: 3 bis 5 Millionen verkaufte Amazon-Tablets möglich

Mit dieser Methodik des schnellen Reichweitengewinns bei kalkulierten Verlusten könnte Bezos nun auch den Platzhirsch Apple angreifen, der von seinem im April 2010 eingeführten Tablet-Mac bis heute bereits 28 Millionen Geräte verkauft hat. So rechnet der Marktforscher Forrester Research im vierten Quartal bereits mit drei bis fünf Millionen verkauften Amazon-Tablets.
Doch wie das Instititut IHS mitteilt, wird Apple wohl noch lange die Nase von haben. Allein in diesem Jahr macht das iPad wohl 74 Prozent des gesamten Tablet-Markts aus. Bis 2013 soll der Konzern seine Führung noch beibehalten können – erst dann schließen die anderen Hersteller dem Bericht zufolge auf.

Das Tablet von Amazon, des nach Google zweitwertvollsten Internetkonzerns der Welt, das so aussehen könnte, soll Medienberichten zufolge auf Android basieren und viele Amazon-Angebote wie den Appstore, den Kindle Bookstore und Amazons Cloud-Service enthalten. Die Wall Street reagierte prompt: Während die Aktien von Amazon an einem starken Handelstag um fast 4 Prozent anzogen, gewann die Papiere von Apple nur 1,6 Prozent an Wert.

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