Schuldenkrise pusht Spiegel-Auflage

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel schwimmt seit einigen Wochen auf einer Erfolgswelle. Seit Anfang des Jahres verkaufte es sich am Kiosk nicht mehr so gut wie derzeit. Neuester Bestseller: Ausgabe 32/2011 mit dem Titel "Geht die Welt bankrott?" Wie schon im Internet ist das Interesse an der Schuldenkrise wohl auch bei den Spiegel-Lesern sehr hoch. Ein zusätzlicher Erfolgsfaktor könnte aber auch das Interview mit Charlotte Roche gewesen sein, das ebenfalls auf dem Titel angekündigt wurde.

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Die Titelgestaltung mit brennenden Euro- und Dollar-Noten ist zwar nicht neu, doch 374.892 Kiosk-Käufer schlugen dennoch zu und kauften sich den Spiegel. Das ist die beste Einzelverkaufszahl ohne DVD-Beilage seit fast sieben Monaten. Damals verkaufte sich der Burnout-Titel "Ausgebrannt – Das überforderte Ich" noch ein bisschen besser. Für die Spiegel-Redaktion ist "Geht die Welt bankrott?" nun der dritte Erfolg in fünf Wochen – nach der "Familie Kohl" und "Neustart – Wege aus der Burnout-Falle".

Nicht so viel Erfolg hatte der Focus mit einem anderen Ansatz zur Schuldenkrise. "Edelmetalle, Zinspapiere, Aktien – Gold richtig! – Die neue Krise: Wie Sie Ihr Geld schützen" titelte das Magazin in üblicher Focus-Service-Manier. Allerdings kauften nur 94.425 Leite das Heft am Kiosk – der schlechteste Wert seit fünf Wochen. Der stern kam mit Heft 32/2011 auf solide 314.680 Einzelverkäufe. Gesorgt hat dafür die Titelgeschichte "Verletzte Seele – Wie traumatische Erlebnisse unser Leben beeinträchtigen – und welche Hilfe es gibt".

Alle Einzelauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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