Bundesweite Razzia im Fall Foht

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat in der Affäre um den gekündigten MDR-Unterhaltungschef Udo Foht Durchsuchungen veranlasst. Die Razzia wurde laut Welt Online am Donnerstag in 24 Büros und Wohnungen durchgeführt. Insgesamt ermittele die Behörde gegen sechs Beschuldigte. Nach Informationen des Nachrichtenportals gehört auch der Münchener Musikverleger Hans R. Beierlein dazu, der Foht mit 180.000 Euro für eine nicht vom MDR genehmigte Produktion ausgeholfen haben soll.

Anzeige

Foht wird vorgeworfen, Geschäftspapiere des Senders benutzt zu haben, um Zuschüsse und Darlehen einzufordern. Dabei soll es auch um Projekte für MDR-Produktionen gegangen sein, für die es noch gar keine offizielle Genehmigung gegeben habe. Darum wird gegen Foht nun wegen Bestechlichkeit und Betrug ermittelt. MDR-Intendant Udo Reiter hatte von einem "groben Verstoß gegen die Dienstanweisungen" gesprochen.
Welt Online nennt neben Beierlein noch einen weiteren Beschuldigten: Christian Schulzki, Geschäftsführer der Produktionsfirma Arianne Film. Der lässt sich mit dem Kommentar zitieren, es sei "eigenartig", dass die Staatsanwaltschaft auch gegen ihn ermittele. Es war Schulzkis Firma, die den MDR über die Geschäfte Fohts informiert hatte.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige