ZAK verbietet „Show zum Tag des Glücks“

Das Vierte hat mit der Ausstrahlung der „Show zum Tag des Glücks“ am 25. April gegen das Verbot der Werbung für öffentliches Glücksspiel verstoßen. Diese Meinung vertritt die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) und hat die Sendung deshalb am 13. September beanstandet. Außerdem untersagte die ZAK die Ausstrahlung einer weiteren Show dieses Formats.

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An der „Show zum Tag des Glücks“ konnten nur Kandidaten teilnehmen, die ein Los der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) besitzen. Unter den 20 Teilnehmern wurde am Ende ein Millionengewinn ausgelost. Der Gewinner wurde über die Losnummer und einen „Glückscode“ ermittelt. Dabei wirkten prominente Gäste durch verschiedene Spiele und Aufgaben mit. In der Sendung wurde das Logo der SKL wiederholt gezeigt, unter anderem in der Studio-Dekoration, und die Moderatoren erwähnten die Lotto-Gesellschaft „ausgiebig“, schreibt die ZAK in einer Mitteilung. Darin sah die Kommission vielfältige Belege für den werblichen Charakter der Sendung und somit einen Verstoß gegen das Verbot der öffentlichen Werbung für Glücksspiel.
Das Vierte hatte in der Anhörung im Prüfverfahren auf die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs verwiesen und die Auffassung vertreten, dass in der Folge das im deutschen Glücksspiel-Staatsvertrag formulierte Werbeverbot derzeit nicht angewendet werden könne. Dagegen erläutert die ZAK in ihrem Beschluss, dass der EuGH über keinen der Sachverhalte entschieden habe, um die es bei der „Show zum Tag des Glücks“ gehe. Die Rechtsprechung des EuGH behandele vielmehr das staatliche Sportwettenmonopol und dessen Auswirkungen auf Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit von Glücksspielanbietern. Auf das Werbeverbot im geltenden Glücksspielstaatsvertrag hätten diese Entscheidungen keine direkte Auswirkung.
Die „Show zum Tag des Glücks“ war die Nachfolgerin von „Die 5 Millionen SKL-Show“, die ebenfalls auf Das Vierte lief. Auch diese Sendung war wegen Problemen aus dem TV verbannt worden.

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