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Werbeumsätze: Glamour top, Sport Bild Flop

Licht und Schatten bei den Brutto-Werbeumsätzen der Publikumszeitschriften. Zwar lag der August laut Nielsen in der Branche unter dem des Vorjahres, doch insgesamt wurde 2011 bislang mehr Geld mit Reklame umgesetzt als 2010. Vor allem die großen Magazine befinden sich vornehmlich im Plus, in der Top 50 finden sich nur elf Verlierer. Am deutlichsten ging es dabei für Springers Sport Bild nach unten, sie verlor gegenüber 2010 deutliche 16%, bzw. 4,36 Mio. Euro. Größte Gewinner des bisherigen Jahres: Glamour und Auto Bild.

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An der Spitze der Brutto-Umsatz-Charts bleibt es eng. Die Bild am Sonntag führt mit 87,14 Mio. Euro hauchdünn vor dem stern mit 87,09 Mio. Euro. Beide Titel liegen über den Vorjahreszahlen, verloren im August jedoch etwas an Boden. Ähnliches gilt für den Spiegel, der auf Platz 3 folgt. Dick im Minus befindet sich weiterhin der Focus, der Rückgang von 5,4% ist noch einen Tick schlechter als der nach Ablauf des Julis. Hätte die Brigitte nicht auch verloren, gäbe es nun sogar eine neue Nummer 4.

Weitere Verlierer auf den ersten 25 Plätzen: freundin, Bunte, TV Movie, Sport Bild und Hörzu. Deutlich zulegen konnten 2011 hingegen bisher Auto BIld, InStyle, Glamour, TV 14, Vogue und Elle.

Auf den Plätzen 26 bis 50 folgen nur vier weitere Verlierer: die Apotheken Umschau A, Super Illu, Lisa und Focus Money. Mehr als 10% hinzu gewonnen haben hier Schöner Wohnen, Computer Bild, das Zeitmagazin und die Computerwoche, neu dabei ist Grazia.

Wie bereits erwähnt ist Frauenmagazin Glamour mit dem Plus von 6,27 Mio. Euro gegenüber den Monaten Januar bis August 2011 der größte Aufsteiger des bisherigen Jahres. Dahinter folgen im Gewinner-Ranking die Auto Bild, InStyle und TV 14. Im Vergleich zur Juli-Tabelle gab es nur zwei Änderungen: Elle und auto motor und sport tauschten ebenso wie Gala und stern die Plätze.

Zum Schluss der Blick auf die zehn größten Verlierer: Sport Bild, Focus und Brigitte führen das Ranking an, auch die Klassiker Bravo und Bunte finden sich in der Liste. Im Vergleich zur Juli-Tabelle neu dabei: Männermagazin FHM, das im Vergleich zu 2010 mehr als 30% der Brutto-Umsätze verlor.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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