GVK: ARD soll Online-Portal für Jüngere aufbauen

Die Gremienvorsitzendenkonferenz der ARD (GVK) hat die Erreichbarkeit jüngerer Zielgruppen zur „Daueraufgabe mit höchster Priorität“ erklärt. Dafür soll es eine Bündelung aller bestehenden Angebote der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für das junge Publikum auf einer Online-Plattform geben, hieß es auf der gestrigen ARD-Hauptversammlung.

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Um die jüngere Zielgruppe zu erreichen, fordert die GVK den Ausbau der multimedialen Gestaltung, der zeitsouveränen Nutzbarkeit der Angebote und des Social-Media-Engagements der Anstalten. Dadurch werde nicht nur die Attraktivität der Angebote für Jüngere erhöht, sondern zugleich die Chance, dass die bereits existierenden Angebote überhaupt gefunden und zur Kenntnis genommen werden. In diesem Zusammenhang stehe die Einrichtung einer Online-Plattform im Raum.
Bei der Gewinnung des jungen Publikums lobten die Aufsichtsräte weiterhin das Vorangehen einiger Sendeanstalten mit Formaten wie „Alpha 0.7“, „Ausflug mit Kuttner“ oder „NDR Comedy Contest“. Derzeit gingen die großen Anstalten SWR, NDR und WDR voran mit der Einrichtung von Innovationstöpfen und Innovationswerkstätten zur Entwicklung jungen Fernsehens. Aber auch in den finanzschwächeren Anstalten wie zum Beispiel Radio Bremen werde „engagiert daran gearbeitet, dem kreativen Potenzial insbesondere der jungen Mitarbeiter“ Raum zu geben.
Seit dem ersten GVK-Forum „ARD und Jugend – ein (noch) seltenes Paar?“ 2008 diskutieren Programmverantwortliche, Programmmacher und Gremien über Konzepte. Zuletzt hatte die GVK im Nachgang zum dritten GVK-Forum „Wie finden Jüngere die ARD?“ den Intendanten der ARD Empfehlungen aus den Ergebnissen und Erkenntnissen der Gremienfachtagung vorgelegt. In der gestrigen ARD-Hauptversammlung wurde das Thema nochmals beraten.

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