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NRW-Landtag greift Nienhaus-Vorwürfe auf

Nach dem irreführenden FAZ-Interview von Christian Nienhaus beschäftigt sich heute das Landtagspräsidium NRW mit dem Fall. Das berichtet das Portal Pottblog.de. Der WAZ-Geschäftsführer hatte gesagt, dass ARD und ZDF Politiker "sofort mit kritischer Berichterstattung in ganz anderen Punkten" überziehen würden, wenn sie kritische Fragen in Richtung der öffentlich-rechtlichen Sender stellten.

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Weiter sagte Nienhaus in der FAZ, dass im Landtag von Nordrhein-Westfalen sogar "Abgeordneten gedroht" worden sei, "wenn sie gegen die Mediengebühr stimmten". Dann "würde das in der WDR-Berichterstattung Folgen haben". Später betrieb der WAZ-Mann in seinem eigenen Blatt Schadensbegrenzung, in dem er mitteilte, er sei „missverstanden worden“. Der WDR stellte daraufhin zuvor eingeleitete rechtliche Schritte gegen den Medienmanager ein.
Dennoch kann der Fall jetzt weitere Konsequenzen für ihn haben. Nienhaus, der auch Vorsitzender des NRW-Zeitungsverlegerverbandes ist, ist heute Thema im NRW-Landtag. Zum Pottblog sagte der Grünen-Abgeordnete Oliver Keymis, auf dessen Initiative hin die Diskussion statt findet: "Für mich persönlich ist die Angelegenheit noch nicht erledigt, da ich die Tragweite dieser Aussage insofern sehr ernst nehme, da es sich bei Herrn Nienhaus ja nicht nur um den Geschäftsführer der WAZ handelt, sondern auch um den Landesvorsitzenden des Verlegerverbandes NRW. Dieser Verband hat seit dem 18.11.2010 einen Geschäftsführer, der heißt Hendrik Wüst und ist Abgeordneter des Landtags NRW. Insofern ist es immer im Interesse des Landtagspräsidiums, dass weder die Abgeordneten, noch der Landtag NRW insgesamt Schaden nehmen."

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