NDR soll über Schweiger-‚Tatort‘ nachdenken

Das wäre dann wohl die ganz große Lösung: Nach Informationen des Spiegels überlegt der norddeutsche Rundfunk Til Schweiger als neuen "Tatort"-Kommissar zu engagieren. Der Star-Schauspieler soll den bisherigen Ermittler, Mehmet Kurtulus, ablösen, der noch in zwei Filmen zu sehen sein wird und dessen Quoten bislang immer hinter den Erwartungen zurückblieben. Offiziell bestätigt ist die Schweiger-Verpflichtung jedoch nicht. Gegenüber dem Spiegel wollte sich der NDR nicht äußern.

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Die Entscheidung für den 47-Jährigen hätte auch einen gewissen regionalen Charme, denn Schweiger besitzt noch ein Haus in der Hansestadt und hat selbst mehrere Jahre in Hamburg gewohnt.
Interessant wird die Frage, wie sich der Hamburger "Tatort" ästhetisch unter Schweiger weiterentwickeln würde. Denn bislang sind die Kurtulus-Filme die wohl modernsten der ARD-Reihe. Das ist jedoch wohl auch ein Grund für die relative Unbeliebtheit der Folgen.

Im MEEDIA-Ranking der "Tatort"-Ermittler liegt Batu mit Abstand auf dem letzten Platz. Durchschnittlich wollten in den vergangenen zwei Jahren nur 6,75 Millionen Zuschauer einschalten, wenn der Undercover-Cop auf Verbrecherjagd ging. Der Abstand auf den Zweitschwächsten, den ORF-Inspektor Eisner, beträgt 350.000 Zuschauer. Die Ermittler aus Münster, Hannover und Köln erreichen durchschnittlich sogar mehr als neun Millionen Krimi-Fans.
Für Schweiger würde sich mit dem Job als öffentlich-rechtlicher Ermittler ein Kreis schließen. Denn bereits in den neunziger Jahren spielte er in der ARD-Krimireihe "Die Kommissarin" einen Polizisten.
Seit längeren bereits wird die "Tatort"-Reihe auch für Star-Schauspieler immer attraktiver. Prominente Beispiele dafür sind Axel Milberg, Joachim Król und Ulrich Tukur.
Darüber hinaus spekuliert der Spiegel, dass sich auch die Produktionsfirma ändern könnte. Bislang produziert die NDR-Tochter Studio Hamburg den Krimi aus der Hansestadt. 

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