Style.com startet eigenes Printmagazin

Modezeitungen gibt's wie Sand am Meer. Aber das amerikanische Modeportal Style.com baut auf die eigene Markenstärke und bringt Ende Oktober sein erstes Magazin auf den Markt. Geplant ist ein kompletter Überblick der kommenden Saison für Insider, wie es nur Style.com kann – schnell und kompetent. Das Portal gilt schon lange als die erste Adresse im Web für Modeprofis wie Modefans. Und Kunden sollen nicht vernachlässigt werden: Style.com plant neben dem Magazin ein exklusives E-Commerce-Angebot.

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Modezeitungen gibt’s wie Sand am Meer. Aber das amerikanische Modeportal Style.com baut auf die eigene Markenstärke und bringt Ende Oktober sein erstes Magazin auf den Markt. Geplant ist ein kompletter Überblick der kommenden Saison für Insider, wie es nur Style.com kann – schnell und kompetent. Das Portal gilt schon lange als die erste Adresse im Web für Modeprofis wie Modefans. Und Kunden sollen nicht vernachlässigt werden: Style.com plant neben dem Magazin ein exklusives E-Commerce-Angebot.
Style.com war als Online-Heim der amerikanischen Vogue die Top-Modeseite des New Yorker Condé Nast Verlags, dem Besitzer von Fairchild Publications, zu dem auch Style.com gehört. Als die Vogue in 2010 ihren eigenen Online-Auftritt bekam, spekulierten viele über die Zukunft von Style.com. Wie sich herausstellte, wussten die Besitzer am Times Square ganz genau, wie solide und wertvoll die Style.com-Marke ist.  Auch wenn die beiden Webseiten teilweise um Werbung und Besucherzahlen kämpfen, bleibt Style.com auch ohne die Vogue-Besucher mit 2,6 Millionen Unique Visits pro Monat an der Spitze, deutlich vor Vogue.com mit 1,1 Millionen.
Style.com ist unter dem Fairchild-Schirm in bester Gesellschaft mit dem führenden Branchentitel Women’s Wear Daily (WWD) und seinen zahlreichen Ablegern. WWD hat beispiellosen Zugang zu der Modeindustrie, und Style.com paart Insider-Wissen mit kundenfreundlichen Rubriken wie Street Style und Promi-Mode.
In einem Interview mit Business of Fashion gab Style.com-Chefredakteur Dirk Standen nun Pläne für das erste Style.com-Magazin bekannt. Nur eine Webseite zu haben, sei schließlich nicht mehr genug – man muss auf  allen digitalen Plattformen sowie in Social-Media-Netzwerken sein. Style.com war das erste große Modeportal mit iPhone-Applikation und laut Standen ist der anstehende Magazin-Launch von und für Mode-Besessene ebenfalls eine Innovation.
„Die Filmindustrie hat Cannes, die Kunstwelt Art Basel, die jeweils eine Woche pro Jahr belegen. Aber in der Mode sind es vier Wochen, zweimal im Jahr. Die Leute sind eng zusammen und unter viel Druck. Es gibt hier eine echte Story zu erzählen, die vielleicht noch nicht berichtet wurde. Ich denke, wenn wir emotionales Geschichtenerzählen mit der Art von verlässlichen Reportagen, die Style.com eh schon macht, verbinden, können wir etwas erschaffen, das Spaß macht.“
Style.com baut seit Jahren darauf, Konsumenten einen Blick in die Modeindustrie zu geben. Die erste Ausgabe bringt Lesern einen kompletten Überblick auf die kommende Saison – und mit dem Erscheinungstermin Ende Oktober gut zwei Monate vor anderen Modezeitschriften wie Vogue. Damit liegt das Potential für das neue Heft in der Kombination von der Schnelligkeit eines Branchendienstes und kundenfreundlichen Trend-Reports für den nächsten Sommer. Das Style.com-Magazin soll nach jeder Saison veröffentlicht werden, und dann wird noch über Titel rund um die Herrenmodeschauen nachgedacht. Nichts ist zu 100 Prozent sicher – work in progress.
Und das Magazin ist nicht das einzige neue Projekt auf dem Schreibtisch von Standen. Das E-Commerce-Projekt „Instant Gratification“, also sofortige Erfüllung oder Befriedigung, soll ebenfalls Ende Oktober eingeführt werden. Style.com arbeitet mit sechs New Yorker Designern, die während der dortigen Modewoche im September bekannt gegeben werden, um eine Handvoll neuer Looks direkt zum Verkauf anzubieten. Auch wenn andere Online-Shops wie Net-a-Porter.com auch schon Mode der kommenden Saison Monate vorher anbieten, unterstreicht Standen die Bereitschaft seines Chefs, Fairchild-CEO Gina Sanders, zu experimentieren. Werbungtreibende sollen eine wichtige Rolle spielen im neuen E-Commerce-Angebot, schließlich entwickeln diese selbst neue Werbemethoden im Web.
Das Angebot für Herrenmode men.style.com ist offenbar ein Traffic-Magnet, denn die Besucherzahlen stiegen deutlich während der Herrenmodewochen Anfang dieses Jahres. Vogue.com im Vergleich beschäftigt sich überhaupt nicht mit diesem Thema. Auch die Street Style Photographie des Satorialist-Bloggers Scott Schuman und Tommy Ton (Jak & Jil Blog) zählt zu populären Inhalten, nicht zuletzt, weil diese beiden zweifelsohne die Top-Photographen auf diesem Gebiet sind. Auch wenn weder der Magazin-Launch noch das E-Commerce-Vorhaben an sich neu sind, kann Style.com auf seine extrem treuen Leser bauen, um beide Projekte erfolgreich umzusetzen.

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