Nochmal 10 Mio. für die Polen-Zitterpartie

In der Arena in Danzig musste die deutsche Nationalelf bis zur letzten Minute zittern, um ein Unentschieden zu erreichen. Vor dem Fernseher allerdings bestand keine Gefahr: Vier Tage nach dem Sieg gegen Österreich sahen 9,77 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren das Länderspiel gegen Polen (32,9 % Marktanteil). Mit 3,41 Mio. Zuschauern im Alter von 14 bis 49 Jahren war auch im jungen Publikum der Tagessieg sicher. Vor allem Pro Sieben und Vox hielten sich mit ihren Programmen wacker gegen den Fußball.

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Der Dienstag bei den 14- bis 49-Jährigen:
RTL musste in jedem Fall zurückstecken, die beste Platzierung in den Tages-Charts schaffte "GZSZ" mit 2,4 Mio. auf Platz 3 nach dem "heute journal" des ZDF in der Halbzeitpause mit 2,78 Mio. Erst nach der Vorberichterstattung zum Polen-Spiel im Zweiten (2,04 Mio.) schiebt sich "CSI:Miami" mit einer Doppelfolge auf die Plätze 5 und 6. Der Marktanteil lag erst bei 16,9 %, direkt gegen das Spiel danach nur noch bei 15,3 %. 2,02 und 2,01 Mio. 14- bis 49-Jährige hatten eingeschaltet. (Gar nicht zufrieden sein kann RTL mit den 12,5 % MA für "Royal Pains" ab 22.15 Uhr mit nur 1,29 Mio.)
Pro Sieben folgt mit "Two and a half Men" auf den Plätzen 8 und 9 und muss ebenfalls leichte Verluste beim Marktanteil hinnehmen, auch wenn 15,5 und 13,7 % weiterhin klar überm Senderschnitt liegen (1,95 und 1,84 Mio. Zuschauer). "Die Simpsons" erreichten ab 20.15 Uhr 12,1 und 12,7 % Marktanteil. Sat.1 war mit seinem Gegenprogramm nur so mittelerfolgreich, zumindest interessierten sich mit 0,77 Mio. nicht gerade übermäßig viele junge Zuschauer für die Komödie "Flaschendrehen" mit Janin Reinhardt. Deshalb bleiben auch bloß 9,1 % Marktanteil. Das wirkt sich auch auf "Akte 20.11" aus, die auf 0,94 Mio. und 9,6 % kommt.
Quasi unbeeindruckt vom Länderspiel gab sich hingegen "X Factor" bei Vox: 1,41 Mio. Zuschauer für die dritte Sendung sind zwar wieder weniger als am Sonntag, allerdings ganz knapp mehr als zum Auftakt vor einer Woche. Und mit dem Marktanteil von 11,3 % kann Vox auch zufrieden sein. Die Frage für die nächsten Wochen ist nur: Gibt’s noch Entwicklungspotenzial? Einen richtig fiesen Absturz erlebte direkt im Anschluss jedoch "Cover my Song", das seine Zuschauerzahl aus der Vorwoche fast halbierte (0,55 Mio.) und mit 5,4 % Marktanteil überhaupt nichts aus der "X Factor"-Vorlage machen konnte.
Mit seinem Dokusoap-Dienstag holt RTL 2 solide Werte: erst 6,6 % Marktanteil für "Zuhause im Glück" (0,82 Mio.), später geht’s für "Extrem schön!" auf 7,7 % aufwärts (0,75 Mio.) und "Außergewöhnliche Menschen" funktioniert auch am späteren Abend hervorragend (10,8 % MA). Das Erste war mit seinem Dienstagsserien fürs junge Publikum nicht weiter relevant: 4,0 und 4,7 % für "Das Glück dieser Erde" und "In aller Freundschaft". Kabel 1 kann das aber noch unterbieten: Die Dokusoap "Stellungswechsel" erzielte 4,2 %, "Achtung Messies!" holte dann aber nur 3,5 %, ebenso wie das darauf folgende "K1 Magazin".

Der Dienstag im Gesamtpublikum:
Vom Fußball Huckepack genommen zu werden, lohnt sich natürlich für jede Nachrichtensendung – so auch fürs "heute journal", das nach den 9,77 Mio. für das Spiel gegen Polen in der Halbzeitpause von 8,36 Mio. gesehen wurde. Die Vorabberichterstattung hatten im ZDF ab 20.15 Uhr 5,77 Mio. eingeschaltet (22,5 % MA). Mit 4,82 Mio. für die Zusammenfassung des EM-Qualifikationsspiels Österreich gegen Türkei ging’s ab 23 Uhr ebenfalls stark weiter. Die erfolgreichste Sendung der Konkurrenz war ausnahmsweise mal nicht die "Tagesschau" (4,57 Mio.), sondern die vorletzte Folge von "Das Glück dieser Erde", einer übrigens ganz wunderbaren Pferdeserie. (Wirklich!) 4,59 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren hatten eingeschaltet, der Marktanteil lag bei 15,0 %. "In aller Freundschaft" kam im Anschluss auf 4,02 und 12,5 % Marktanteil.
Bei den Privatsendern schiebt sich RTL mit "RTL aktuell" und 4,02 Mio. nach vorn, erst nach "GZSZ" (3,83 Mio.) folgt "CSI: Miami" mit 3,57 Mio. für die erste der beiden Folgen (11,7 %). Das von Sat.1 veranstaltete "Flaschendrehen" hatte auch im Gesamtpublikum nicht besonders viele Mitspieler, mehr als 6,8 % Marktanteil waren mit 2,09 Mio. Zuschauern jedenfalls nicht machbar. Kein sehr viel größeres Publikum bekamen die "Two and a half Men" bei Pro Sieben (2,2 und 2,09 Mio.). Lachender Dritter ist Vox mit "X Factor", das beide Konkurrenten überrundet, dank 2,21 Mio. Zuschauern (7,2 %). Gestartet war die Show vor einer Woche mit insgesamt 2,04 Mio.

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