Harpprecht für Lebenswerk ausgezeichnet

Am Dienstag wurde vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger der Theodor-Wolff-Preis verliehen. Insgesamt wurden sechs Journalisten ausgezeichnet, unter anderem von der Berliner Zeitung, Rhein-Zeitung, Berliner Morgenpost und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Den Preis für sein Lebenswerk nahm Klaus Harpprecht entgegen. Die Jury würdigte den 84-Jährigen, der unter anderem für Geo und die Zeit schrieb, für "seine beispiellose Arbeit, für seine intellektuelle Durchdringungskraft und sein brillantes sprachliches Können".

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Und das sind die Preisträger:
Den mit 6.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Kommentar/Glosse/Essay erhielt Mely Kiyak für ihren Beitrag "Liebe Sakineh Ashtiani!", der in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau erschienen war. Die Jury lobte die mutige Auseinandersetzung mit dem Thema Steinigungen.
In der Sparte Lokales zeichnete die Jury zwei Journalisten aus : Rena Lehmann für ihren Artikel "Ein Schnitzel und viele Verlierer" aus der Rhein-Zeitung und Jan Rübel für seinen Beitrag "Die Tänzer von Zehlendorf" aus der "Berliner Morgenpost".

Uwe Ebbinghaus und Kirsten Küppers erhielten den Preis in der Kategorie Allgemeines. Ebbinghaus berichtet in seinem Artikel "Der Zugnomade" aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von einem Mann, der sein gesamtes Dasein in Zügen verbringt. Küppers erhielt den Preis für das Porträt "Das wieder gewonnene Gesicht", das in der taz erschien.
Der Preis für das Lebenswerk ging an Klaus Harpprecht. Die Jury würdigte den Autor als streitbaren Journalisten und Publizisten, der aktuelle, gesellschaftliche und politische Themen offensiv und stets glänzend formuliert auf den Punkt bringe.
453 Journalisten hatten an der Ausschreibung für den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen teilgenommen, ließ der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) verlauten, der die Auszeichnung ausschreibt.
Der Theodor-Wolff-Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des Berliner Tageblatts, Theodor Wolff (1868 – 1943). Der unabhängigen Jury gehören unter anderem Peter Stefan Herbst (Chefredakteur Saarbrücker Zeitung), Wilm Herlyn (Publizist, Essen), Bernd Hilder (Chefredakteur Leipziger Volkszeitung), Ulrich Reitz (Chefredakteur Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Essen) und Franz Sommerfeld (Mitglied des Vorstands Mediengruppe M. DuMont Schauberg mit Zuständigkeit Redaktion, Köln) an.

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