Groupon verschiebt Börsengang

Nach dem Social-Games-Entwickler Zynga verschiebt auch Groupon seinen Börsengang. Wie das Wall Street Journal berichtet, kommt der für diesen September geplante IPO nicht zustande. Offizieller Grund ist die aktuelle Börsenkrise. Doch das Couponing-Portal hat auch massive Probleme wegen unseriöser Kennzahlen.

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Die US-Börsenaufsicht lehnte bereits zweimal die Emissionspapiere von Groupon ab. Beim ersten Mal fiel das Börsen-Prospekt durch, weil die Darstellung des Groupon-Geschäfts der US-Finanzaufsicht deutlich zu positiv dargestellt war. Beim zweiten Mal störte man sich an dem von Groupon verwendeten Begriff Consolidated Segment Operating Income (CSOI). Das Unternehmen verwendet den Begriff, um seinen “operativen Gewinn” zu benennen, rechnet dabei aber wesentliche Kostenfaktoren, wie die Kunden-Gewinnung und Marketing, einfach heraus.
Bei seinem Börsengang strebte Groupon eine Bewertung von 20 Milliarden Dollar an. 2011 konnte der Rabatthändler seinen Umsatz verzehnfachen, verdoppelte gleichzeitig jedoch auch seinen Verlust im Vergleich zum Vorjahr.

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