Freischreiber küren „fieseste Redaktion“

Der Berufsverband für freie Journalisten Freischreiber startet eine Kampagne mit dem Ziel einer „gleichberechtigten Zusammenarbeit zwischen Verlagen und Freien“. In diesem Zug verleiht der Verband einen "Himmel- und Hölle"-Preis: Ausgezeichnet werden dabei die „fairste und die fieseste Redaktion“. Über die Gewinner stimmen die Freischreiber-Mitglieder im Oktober ab. Hintergrund ist die anhaltende Kritik der Autoren-Vereinigung an Arbeitsbedingungen und Honoraren bei freien Aufträgen.

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Parallel startet Freischreiber eine Initiative für einen "Code of Fairness", zu dem sich die Verlagshäuser verpflichten sollen. Dadurch solle gewährleistet werden, dass, dass Freie "fair und auf Augenhöhe mit unseren Kunden, den Redaktionen und Verlagen, verkehren" und "als gleichwertige Geschäftspartner anerkannt" werden. In der Pressemitteilung heißt es: "Deshalb haben wir den ‚Code of Fairness‘ erarbeitet. Ein Anforderungskatalog, der ein Mindestmaß an Umgangsformen und Regeln zum Inhalt hat, um die Basis für Geschäftsbeziehungen zwischen freien Journalisten und Redaktionen zu schaffen."
Der "Code of Fairness" besteht aus zehn Punkten. Darin heißt es unter anderem, dass Redaktionen ihre "Aufträge schriftlich bestätigen. Festgehalten werden in dem Schreiben das Thema, der Umfang der Arbeit, ihr Abgabetermin sowie das vereinbarte Honorar." Ebenso sollen Redaktionen "weder zu offener noch zu verdeckter PR auffordern, Beiträge weder tendenziös noch wirklichkeitsverzerrend bearbeiten und Beiträge, die aus redaktionellen Gründen nicht oder nur in gekürztem Umfang erscheinen, vollständig vergüten".
Bereits am 12. September startet die Kampagne mit einer öffentlichen Aktion vor den großen Verlagshäusern in Hamburg. Weitere Orte sollen folgen. Zum Abschluss der Kampagne wird die Verleihung des "Himmel & Hölle Preis" am 11. November in Hamburg stattfinden.

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