G+J: Kerngeschäft als Wachstumstreiber

Durch anhaltend wachsende Werbe- und Vertriebserlöse konnte Gruner + Jahr in der ersten Jahreshälfte 2011 ein Umsatzwachstum realisieren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Konzern um 33 Mio. Euro auf 1.250 Mio. Euro zu. Das teilte das Hamburger Zeitschriften-Haus am Donnerstag mit. Danach erwirtschaftete G+J ein um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Operating EBIT) von 126 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio.). Auch die Rendite blieb mit 10,1 Prozent zweistellig.

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Im ersten Halbjahr 2010 hatte die Rendite nur leicht höher gelegen (10,7 Prozent). Vor dem Hintergrund der recht unterschiedlichen Entwicklungen auf den für G+J relevanten Märkten wertete das Unternehmen dies als "sehr erfreuliches Ergebnis", zumal im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Papierpreise zu Buche schlugen. Dagegen konnten die Vertriebserlöse konnten um rund 5 Mio. auf 390 Mio. EURO (Vorjahr: 385 Mio. EURO) gesteigert werden, was angesichts allgemein rückläufiger Märkte ein beachtlicher Wert ist.

Neben der anhaltend guten Entwicklung in Deutschland, so der Verlag, konnte besonders Frankreich unter verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein  Umsatzwachstum und einen Ergebnisanstieg ausweisen. Der spanische Markt bleibt allerding laut G+J "weiterhin schwierig". Österreich entwickele sich umsatzseitig weitgehend stabil, China zeige weiterhin ein deutliches Wachstum.

Als wichtigen Grund für den Aufwärtstrend hob das Unternehmen seinen "bereits im Herbst 2008 national wie international eingeleiteten und konsequent weiter fortgeführte Umbau des Kerngeschäftes" hervor, der "nachhaltige" Wirkung zeige. Im Zuge der dezentral eingesetzten Maßnahmen sei "eine signifikante Absenkung der Kostenbasis, ohne Einbußen bei Qualität oder Relevanz der journalistischen Produkte, sowohl bei Print als auch im Online-Bereich" gelungen, die journalistischen Inhalte, so Gruner + Jahr "überzeugen auf höchstem Niveau".

Das starke Ergebnis im ersten Halbjahr 2011 ermögliche es G+J, "weiter in definierte Wachstumsfelder zu investieren". So sei erst vor wenigen Wochen der Markteinstieg in Indien durch die Übernahme der Mehrheit an dem Verlag MaxPosure gelungen, der im Bereich Consumer Publishing und Corporate Publishing tätig ist.
 
Im Bereich Corporate Publishing konnten im ersten Halbjahr national und international weitere 34 Kunden und Projekte gewonnen werden. G+J Corporate Editors in Deutschland wurde  alleine in den ersten beiden Quartalen 2011 mit 26 Preisen  für die herausragende Kreativität und Qualität im Geschäftsfeld Corporate Publishing ausgezeichnet.

Im Bereich der digitalen Geschäftsfelder setzt G+J weiterhin auf seine Marken und deren relevante Inhalte im Netz: "Bei allen Aktivitäten gilt die Zielsetzung, die Refinanzierung  hochwertiger journalistischer Inhalte im Netz mit einem Mix aus unterschiedlichen Erlösmodellen sicherzustellen." Die Digitalvermarktung von G+J EMS und die fortgeführte Internationalisierung der EMS Tochter Ligatus führen danach zu einem signifikanten Umsatzwachstum in diesem strategischen Ausbaubereich.

Sorgenkind bleiben die Druckgeschäfte von Prinovis und Brown Printing: Im Berichtszeitraum konnten diese zwar den Umsatz leicht steigern, das Ergebnis entwickelte sich jedoch rückläufig. Das Dresdner Druck- und Verlagshaus habe demgegenüber seine umsatz- und ertragsstarke Performance der Vorjahre fortgesetzt, so der Verlag.

G+J-Vorstandschef Bernd Buchholz erklärte dazu: „Das äußerst gute Ergebnis des ersten Habjahres 2011 zeigt uns, dass unsere Strategie stimmt. Der gelungene Umbau und dessen konsequente Weiterführung sowie die erfreulich positive Entwicklung in den Ausbaufeldern Onlinevermarktung, Asien und Corporate Publishing zeigen, dass wir G+J in die richtige Richtung weiterentwickeln.“

Die unterschiedlichen Marktentwicklungen kommentierte der CEO: „Wie schon im vergangenen Jahr  sehen wir in unseren Kernmärkten unterschiedliche Marktentwicklungen. Wiederholt weist G+J in Deutschland ein solides Wachstum aus, Österreich liegt weiterhin auf hohem Niveau, Frankreich entwickelt sich erfreulich positiv. Der spanische Markt erwies sich insbesondere im Vertriebsmarkt weiterhin als schwierig, während das Anzeigengeschäft der Titelfamilien nahezu Vorjahresniveau erreicht, Osteuropa bietet insgesamt weiterhin ein schwieriges Marktumfeld. China hingegen glänzt unverändert mit hohen Wachstumsraten.

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