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iPad-Absätze: Apple enttäuscht Erwartungen

Fleck auf der weißen Weste des Musterkonzerns Apple: Ausgerechnet die Absätze des neuen Wunder-Gadgets iPad blieben bei der gestrigen Vorlage der neuesten Geschäftszahlen unter den Schätzungen der Analysten zurück. Und das deutlich: Mehr als 500.000 iPads wurden weniger verkauft als die Volkswirte es zuvor prognostiziert hatten. Allerdings handelt es sich um eine Verfehlung auf hohem Niveau: Im Vergleich zum Startquartal hat Apple immer noch knapp eine Million mehr verkauft als zwischen April und Juni.

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Fleck auf der weißen Weste des Musterkonzerns Apple: Ausgerechnet die Absätze des neuen Wunder-Gadgets iPad blieben bei der gestrigen Vorlage der neuesten Geschäftszahlen unter den Schätzungen der Analysten zurück. Und das deutlich: Mehr als 500.000 iPads wurden weniger verkauft als die Volkswirte es zuvor prognostiziert hatten. Allerdings handelt es sich um eine Verfehlung auf hohem Niveau: Im Vergleich zum Startquartal hat Apple immer noch knapp eine Million mehr verkauft als zwischen April und Juni.

Apple-Topanalyst Gene Munster hatte gewarnt: „Man sollte nicht zu viel Gewinnwachstum durch das iPad erwarten“,  schrieb der  Piper Jaffray-Analyst vergangene Woche an seine Kunden. Das läge nicht zuletzt daran, dass das iPad ein geringere Gewinnmarge aufweise als erwartet. Doch die war gestern bei Vorlage der jüngsten Quartalsbilanz nicht das Problem – Apple fuhr den Rekordgewinn von 4,31 Milliarden Dollar ein.

Das Problem war das iPad selbst – zumindest die Anzahl der abgesetzten Geräte. Knapp 3,27 Millionen Tablet-Macs wurden noch im vorigen Quartal verkauft, die Erwartungen für eine deutliche Steigerung waren entsprechend hoch. Doch „nur“ 920.000 mehr iPads gingen in den vergangenen 91 Tagen über die Ladentische als im Vorquartal, 4,19 Millionen waren es also insgesamt zwischen Anfang Juli und Ende September.

4,2 Millionen iPad sind nicht genug: Erwartungen verfehlt

Das war nach den hochfliegenden Analystenschätzungen eindeutig zu wenig: Bei 4,7 Millionen hatten die Prognosen im Durchschnitt gelegen – einige Schätzungen lagen gar oberhalb von 5 Millionen Geräten. Für einen Wachstumsfavoriten wie Apple ist das eine rare Verfehlung.

Apples Finanzchef Peter Oppenheimer deutete auf dem Conference Call allerdings  an, dass der geringere Absatz auch auf Lieferschwierigkeiten zurückzuführen sein könnte – „zumindest im September“ habe es ein „Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage“ gegeben. In anderen Worten: Es konnten vermutlich nicht genug iPads augeliefert werden.

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Analysten relativieren iPad-Abverkäufe

Das sieht auch Jane Snorek, Analystin bei First American Funds, so: „Ich glaube, dass Produktionsschwierigkeiten verantwortlich sind“, erklärte sie gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die nicht erfüllten Erwartungen wären kein Indikator für nachlassende Nachfrage. Ashok Kumar von Redman &Renshaw fand allein das Durchschlagen der Vier-Millionen-Marke in so kurzer Zeit bemerkenswert und rechnet im Dezember-Quartal schon mit sechs Millionen verkauften Tablet-Macs.

Obwohl die zuletzt immer rasanteren Vorhersagen für das nächste Jahr, in dem bereits von 28 Millionen verkauften iPads die Rede war (Barclays Capital), nun vielleicht leicht korrigiert werden müssen, bleibt das iPad ein großer Erfolg. Genauer: Im Zeitfenster von einem halben Jahr tatsächlich der größte Erfolg in der Geschichte Apples und der Technologiebranche – nie wurden mehr Einheiten eines neuen Produkt schneller verkauft als das iPad. Und ganz nebenbei: Bereits im zweiten Quartal seines Bestehens wurden mehr iPads verkauft als jemals Macintosh-Computer.

Angesichts der turmhohen Erwartungen, die an Apple inzwischen gestellt werden, wird das gern vergessen. Zumindest an der Wall Street: Anleger schickten die Apple-Aktie zum Ende des nachbörslichen Handels um fast 20 Dollar oder mehr als 6 Prozent auf 298,50 Dollar nach unten.

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