Bild XXL: die Acht-Quadratmeter-Zeitung

Alles eine Nummer größer: Die Bild-Zeitung erscheint am heutigen Samstag einmalig als XXL-Ausgabe und ist damit doppelt so groß wie üblich. Das Format des Boulevard-Blattes beträgt 77,7 mal 52,8 Zentimeter, die Hamburger Ausgabe umfasst 20 Seiten und nimmt damit eine Fläche von mehr als acht Quadratmetern ein. Mit dem Marketing-Coup haben es die Berliner ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Auch den Werbekunden scheint der Supersize-Look zu gefallen: Vier ganzseitige Anzeigen wurden geschaltet.

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In der Hamburger Ausgabe werben beispielsweise Obi, Ikea, Media Markt und Ferrero im XXL-Format. Anderen Unternehmen reichte hingegen auch die kleinere Variante: Vodafone schaltete eine halbseitige Anzeige, die in der gewöhnlichen Bild-Zeitung eine ganze Seite eingenommen hätte.

Redaktionell – so gibt es das Thema vor – geht es natürlich auch um Größe. Die Aufmacher-Geschichte dreht sich um "Die 100 größten Stars aller Zeiten", für die die Eiskunstläuferin Kati Witt als nacktes Covergirl posierte. Bild verkauft das Porträt der 45-Jährigen als Poster "in Lebensgröße". Darüber hinaus gibt es ein Gespräch mit Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl über "große Politik", die "TV-Giganten" Günther Jauch und Thomas Gottschalk reden über ihre ARD-Verpflichtungen und für die vorletzte Seite traft man "Deutschlands größten Größten", Basketball-Profi Dirk Nowitzik, und "Deutschlands kleinsten Größten", Florian Hambüchen, zu einem Doppelinterview.

Ein Zeichen, dass auch die größte Bild aller Zeiten so aktuell wie möglich ist, ist der Artikel über den Heimsieg von Hertha BSC. Die Berliner siegten Freitagabend gegen den VFB Stuttgart mit 1:0, der Schlusspfiff erfolgte um 22.23 Uhr, erst dann konnte die Seite in den Druck geschickt werden. Neben der Zeitung erscheint übrigens auch die Online-Ausgabe der Bild im XXL-Format.

Bereits im vergangenen Jahr versuchte sich das Blatt an einer besondere Ausgabe: Als erste deutsche Tageszeitung erschien die Boulevard-Zeitung in 3D. Der Verkauf des Titels lag fast 14 Prozent über den normalen Samstagszahlen. "Trotz Druckauflagenerhöhung war die Ausgabe an einigen Verkaufsstellen sogar ausverkauft", bestätigte Bild-Vize Florian von Heintze gegenüber MEEDIA. Anlässlich des 10. Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2011 produzieren die Berliner eine Ausgabe direkt aus New York.

Im zweiten Quartal 2011 kam die Bild-Zeitung laut IVW auf einen Gesamtverkauf von über 2,9 Millionen Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Minus von sieben Prozent. Bei den Abonnenten konnten hingegen 21 Prozent hinzugewonnen werden. Hier liegt der Absatz derzeit bei 44.377 Exemplaren.

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