Guardian-Website legte nach NotW-Skandal stark zu

Im vergangenen Monat dominierte der Abhör-Skandal bei der News of the World die britischen Schlagzeilen und brachte der Website des Guardian den größten Monatsanstieg unter den Websites der dortigen Tageszeitungen. Das Blatt hatte den Skandal aufgedeckt, und dessen Chefredakteur Alan Rusbridger war mit seinen zahlreichen TV-Auftritten ein exzellentes Aushängeschild. Der Online-Auftritt der Daily Mail ist allerdings weiterhin die meistbesuchte nationale Zeitungswebsite und brach zum ersten Mal die Marke von 70 Millionen Usern pro Monat.

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So soll es sein: Die Exklusivmeldungen des Guardians wurden mit Rekord-Besuchen belohnt. Laut der Zahlen des Audit Bureau of Circulations (ABC) verzeichnete guardian.co.uk im Juli ein Plus von 7,5% im Vergleich zum Vormonat und durchschnittlich 2,8 Millionen User pro Tag. Besonders stark war der Traffic dabei am 18. Juli, als der Whistleblower der News of the World Sean Hoare tot aufgefunden wurde und der stellvertretende Chef der Metropolitan Police John Yates kündigte. Damit stieg die Besucherzahl in den vergangenen 12 Monaten um etwa 45% auf 49,7 Millionen User in einem Monat.
Ein beachtliches Plus, aber damit liegt die Guardian-Website immer noch weit abgeschlagen hinter der Mail Online. Mit einem Jahreszuwachs von knapp 70% überschritt das Portal im Juli zum ersten Mal die Marke von 70 Millionen Usern (72.964.048 User). Und während der Guardian seinen Anstieg durch investigativen Journalismus geschafft hat, liegt die Stärke der Mail in erster Linie bei Promi-News und jungen Damen in Bikinis. Sogar am Tag der Krawalle in London schaffte es die Mail, leicht bekleidete Sternchen auf die Homepage zu setzen.

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