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VDZ: Manfred Braun regt Grosso-Reformen an

Kampfansage an Grossisten: Der Sprecher der Publikumszeitschriften im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Manfred Braun, wirft die Frage auf, ob „eine einheitliche Handelsspanne für alle Grossisten wirklich nötig“ ist. Das berichtet der Branchendienst Horizont. Damit strebt Braun offenbar eine individuelle Bezahlung je nach Aufwand und Verbreitungsgebiet an.

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Das Pressesystem sieht derzeit vor, dass ein Grossist unabhängig davon, ob er in weitläufigen ländlichen Gebieten oder in einer Großstadt tätig ist, dieselben Handelsspannen bekommt. Das kritisierte bisher vor allem die Bauer Media Group. Sie reichte deshalb sogar Klage vor dem Landgericht Köln gegen den Bundesverband Presse-Grosso ein. Es geht um den Vorwurf eines unzulässigen Preis- und Konditionenkartells und möglicher kartellrechts- und wettbewerbswidriger Behinderung.
VDZ-Mann Braun, der auch für den WAZ-Konzern tätig ist, sagte: „Gerichtsverfahren werden die Probleme unserer Branche nicht lösen können.“ Wie das Branchenportal Dnv-Online.de berichtet, will er Verlage, Nationalvertriebe und Abodienstleister nun zu einer engeren Zusammenarbeit bewegen. Aufgrund weiter sinkender Zeitschriftenauflagen forderte er, sich gemeinsam „für eine stabile Verkaufsauflage“ einzusetzen.
Auch wenn Bauer allein gegen den Grosso-Verband vorgeht, hält Braun manche Forderungen des Medienhauses für richtig. Es müsse zum Beispiel  Regeln für Markteintrittsbarrieren und auch für Marktabgänge geben.

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