RTL entschuldigt sich bei Gamern

RTL liegt im Clinch mit der Gamingszene: Nach einem "Explosiv"-Bericht über die Spielemesse Gamescom, den viele Gamer als höchst beleidigend empfunden hatten, haben Unbekannte am Donnerstagmittag die Webseite des Senders angegriffen und teilweise für mehrere Stunden lahmgelegt. Die Hauptseite von RTL.de war nicht betroffen. Die Kölner wollten einen Hacker-Angriff aber nicht bestätigen. Dafür haben sich der Sender und der verantwortliche Redakteur mittlerweile entschuldigt.

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Inzwischen hat der Sender die Kontrolle über seine Webseite anscheinend zurück. Zwischenzeitlich war im Community-Bereich unter dem Menüpunkt "Gruppen" nur eine Fehlermeldung zu sehen. Dort hieß es schlicht "GAMEZ".

„Wir wissen derzeit nicht, ob es ein Hack oder nur ein technischer Fehler war“, so ein Sendersprecher gegenüber MEEDIA. Doch die Fehlermeldung samt Schriftzug ist eindeutig. Grund für die Attacke war wohl ein Beitrag in dem Vorabendmagazin "Explosiv", in dem die Fernsehmacher die Teilnehmer der Spielemesse Gamescom als hinterwäldlerisch darstellten. Computer- und Videospieler wurden darin als ungewaschene und gewaltbereite Wesen beschrieben.

Die Fehlermeldung im RTL-Community-Bereich

Die Netzwelt echauffierte sich über den Beitrag, Giga.de stellte sogar einen "Gegen-Beitrag" ins Netz. Darin berichtete man ähnlich wie RTL – allerdings über die RTL-Mitarbeiter vor dem Sendergelände in Berlin.
Der Sender selbst rudert inzwischen zurück und entschuldigte sich bei den Gamern: „Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags war ein Fehler. Wenn wir damit Gefühle verletzt haben sollten, entschuldigen wir uns ausdrücklich dafür.“ Außerdem distanzierten sich die Kölner von einem Kommentar bei Facebook, in dem ein RTL-Redakteur noch einmal gegen die Besucher der Spielemesse nachlegte. „Der bei Facebook privat gepostete Kommentar des RTL-Redakteurs war ausschließlich dessen private Meinung und in keinster Weise die von RTL.“
Update 16.30 Uhr: Der zuständige RTL-Redakteur hat sich inzwischen auf seiner privaten Facebook-Seite entschuldigt. Er sagte, dass er den Beitrag "ganz falsch eingeschätzt" habe.

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