„Der Mann ist doch unsterblich“

Er war einer der "bedeutendsten Humoristen und lebensklugen Beobachter" Deutschlands - so beschreibt Bundespräsident Christian Wulff den verstorbenen Vicco von Bülow. Ginge es nach Focus Online-Autor Harry Luck, hätte Loriot rein äußerlich der Posten des Staatsoberhauptes gebührt: "Kein anderer Anzugträger mit Schlips und graumeliertem Haar verstand es über Jahrzehnte hinweg, das Publikum mit seinem trockenen Humor derart zu Lachtränen zu bewegen, ohne dabei selbst eine Miene zu verziehen."

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Spiegel Online, Stefan Kuzmany:
"Loriot war einer der größten deutschen Künstler unserer Zeit, ein feiner Mensch mit einem Hang zur Perfektion und ein Humorist mit einem außergewöhnlichen Gespür. Sein Werk ist fester Bestandteil der Kultur dieses Landes, sein Tod daher nur äußerlich: Unsterblich ist er längst."
Sueddeutsche.de, Bernd Graff:
"Ach! Der Mann ist doch unsterblich. Loriot ist unsterblich. Seine Figuren, unsterblich. Seine Stimme – unsterblich. Die Knollennasen – unsterblich. Die unfassbaren Jodeldiplome, kaputten Fernseher, Zu-Wasser-Enten, Müller-Lüdenscheids,  Dr. Klöbners, Fremdwannen – unsterblich. Aber Vicco von Bülow ist tot. Gestorben im Alter von 87 Jahren."
FR-Online, Petra Pluwatsch:
"Mit diesem Mann hätten Sie nie die Wanne teilen dürfen! Er hätte Sie darin auf dem Trockenen sitzen lassen, und Ihrem kleinen weißen Gummi-Entchen herrisch den Zutritt verweigert. Loriot nannte er sich, auch wenn in seinem Pass ein anderer Name stand: Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow. 87 Jahre alt ist Deutschlands genialster Humorist und Komiker geworden."
Focus Online, Harry Luck:
"Rein äußerlich hätte der Posten des Bundespräsidenten wohl eher zu Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow gepasst als der Job eines Komikers und TV-Unterhalters. Kein anderer Anzugträger mit Schlips und graumeliertem Haar verstand es über Jahrzehnte hinweg, das Publikum mit seinem trockenen Humor derart zu Lachtränen zu bewegen, ohne dabei selbst eine Miene zu verziehen. In keinem seiner Filme sei gelacht worden, sagte Loriot. Das solle schließlich der Zuschauer. Und die Tätigkeit eines Humoristen bezeichnete er als ’sehr nachdenkliche Arbeit am Schreibtisch, die ungeheure Konzentration verlangt‘."
Bundeskanzlerin Angela Merkel:
"Ich trauere um den großen Künstler und wunderbaren Menschen Vicco von Bülow, den wir als Loriot geliebt haben. Er hat Generationen mit seinen Sketchen, Zeichnungen, Texten und Filmen begeistert. Als feinsinniger Beobachter des Alltäglichen und hintergründiger Humorist ist Loriot längst ein Klassiker. Sein Werk wird Jung und Alt noch sehr lange zum Lachen bringen – und zu mancher Erkenntnis über das Wesen der Deutschen. Loriots einmalige Fähigkeit, uns liebevoll den Spiegel vorzuhalten, wird uns fehlen. Mein ganzes Mitgefühl gilt in diesen Stunden Vicco von Bülows Familie."
Bundespräsident Christian Wulff:
"Mit Vicco von Bülow verliert unser Land einen seiner bedeutendsten Humoristen und lebensklugen Beobachter menschlicher Schwächen. Wir haben durch Loriot lachen gelernt über die komplizierten und die allereinfachsten Schwierigkeiten des Lebens. Mit seinen Sketchen hat er Fernsehgeschichte geschrieben."
Komiker Michael "Bully" Herbig:
"Loriot war der Fred Astaire unter den Humoristen. Sein Humor bleibt unsterblich."
ARD-Vorsitzende Monika Piel:

"Mit großer Trauer habe ich vom Tod Vicco von Bülows erfahren. Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, war ein feinsinniger Humorist und Humanist. Mit seiner unnachahmlichen Komik und Intelligenz hat er es verstanden, Menschen aller Generationen zu unterhalten – ihnen auch manches Mal den Spiegel vorzuhalten – ohne dabei zu verletzen. Seine zeitlosen Sketche und Filme sind nicht nur Teil der deutschen Fernsehgeschichte, viele Dialoge haben längst ihren Platz  in unserem Alltag gefunden. Vicco von Bülow wird unvergessen bleiben."
Radio Bremen-Intendant Jan Metzger:
"Wenn sich das Wort ‚einzigartig’ steigern ließe – im Falle Loriots müsste man dies tun. Für Generationen von Künstlern war er ein Vorbild – immer unerreicht, unkopierbar, eben einzigartig. (…) Loriot ist und bleibt Kult. Dass er bis zuletzt Radio Bremen als seine kreative Heimat angesehen hat, macht uns stolz und dankbar."
Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste:
"Mit Vicco von Bülow haben wir den Klassiker des intelligenten und zugleich volksnahen Humors verloren. Loriots Spracherfindungen, seine Konstellationen grotesker Lebensumstände, die zu absurd komischen Situationen führen, sind generationenübergreifend populär und werden es bleiben."
avaria Film Geschäftsführer Dr. Matthias Esche und Achim Rohnke:
"Mit großer Bestürzung haben wir heute vom Tod von Vicco von Bülow erfahren. Mit ihm verliert Deutschland einen der größten Humoristen. Er war mit seinen Werken als Autor, Karikaturist und Darsteller wie kein anderer ein verlässlicher, kritischer Spiegel der deutschen Gesellschaft. Seinen Feingeist, seine Menschlichkeit und seine nachhaltige und einzigartige darstellerische Wirkung werden uns allen unvergessen bleiben."

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