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Ministerium distanziert sich von dm-Anzeigen

Ertappt: Nach heftiger Kritik will das Ministerium für Verbraucherschutz keine weiteren von der Drogeriekette dm gesponserten Anzeigen schalten. Das berichtet dpa. „Wir nehmen den Hinweis der Wettbewerbszentrale ernst und werden die Einwände gründlich prüfen“, sagte eine Sprecherin der Behörde zur Nachrichtenagentur. Eine Veröffentlichung weiterer Inform-Anzeigen sei nicht geplant. Zuvor hatte das ARD-Magazin „Report Mainz“ aufgedeckt, dass dm dem Ministerum für 340.000 Euro Werbeplätze kaufte.

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Dm und das Bundesverbraucherschutzministerium sollten in zwölf nebeneinander  geschalteten Anzeigen in der Bild-Zeitung erscheinen. Wie dm-Chef Erich Harsch zur dpa sagte, waren insgesamt 36 Anzeigenschaltungen geplant. Etwa zwei Drittel seien bereits gelaufen. Das rief unter anderem die Bad-Homburger Wettbewerbszentrale auf den Plan, die ihr irreführende Werbung vorwarf. „Es wirkt so, als würde das Ministerium den Kauf von dm-Produkten empfehlen“, sagte Geschäftsführer Peter Breun-Goerke gegenüber MEEDIA.
Breun-Goerke kritisierte, dass die Anzeigen direkt nebeneinander angeordnet sind. Dadurch sehe es so aus, als handle es sich um eine gemeinsame Werbung von dm und der Behörde. Die Wettbewerbszentrale stellte der Drogeriemarktkette deshalb eine Abmahnung zu, deren Frist noch bis zum 25. August läuft. „Sollte dm diese Art der Werbung nicht unterlassen, werden wir mit einer Einstweiligen Verfügung gerichtlich vorgehen“, erklärte der Wettbewerbshüter.
Dieser Forderung kam das Bundesverbraucherschutzministerium nun mit seiner Ankündigung zuvor.

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